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Sunday, 03 June 2001 of Joker

Einleitung

Wer kennt sie nicht aus früheren Zeiten, diese schönen Digitalanzeigen am PC-Gehäuse, die die verwendeten MHz des Computers angezeigt haben?
Heutzutage sind solche Anzeigen so gut wie nicht mehr anzutreffen, also habe ich mich entschlossen, mir eine selber zu bauen. Die damaligen Anzeigen waren meist 2-stellig und hatten meistens eine Ziffernhöhe von 13mm.
Beides war mir nicht genug, deshalb habe ich eine 4-stellige Anzeige mit 20mm Ziffernhöhe gebaut.

Benötigte Komponenten

  • 4 rote Siebensegmentanzeigen mit gemeinsamer Kathode (z.B. von Conrad)
  • 4 DIP-Schalter, jeweils mit 8 Schaltern
  • ein Stück Lochrasterplatine (ca. 95x50mm)
  • 32 Widerstände, 150 Ohm
  • einen Frontrahmen (passend zu den Siebensegmentanzeigen)
  • einen freien Stromstecker im PC
  • Lötkolben, Lötzinn, Befestigungsmaterial, usw.

Zusammenbau

mhzdisplay_01 Hier sieht man zunächst mal das fertige "Produkt". Man sollte wissen, daß solche MHz-Anzeigen Ihren Anzeigewert nicht irgendwie aus dem PC "live" generieren, sondern daß der anzuzeigende Wert vorher per Hand eingestellt werden muß. Früher wurden dafür im allgemeinen einige Jumper verwendet, ich habe mich dafür entschieden, DIP-Schalter zu verwenden, da es damit einfacher einzustellen geht und es nicht so unübersichtlich ist.

mhzdisplay_02mhzdisplay_03

Die Bauteile habe ich wie hier oben zu sehen auf der Platine angeordnet: Die 4 Siebensegmentanzeigen natürlich nebeneinander an der oberen Kante der Platine, darunter auf der Rückseite für jede Anzeige einen 8-poligen DIP-Schalter (1 Schalter für jedes Segment, 1 für den Dezimalpunkt).
Jeder Schalter hat zwei Anschlüsse, wobei der eine Anschluß jedes Schalters mit +5V verbunden wird, und der andere über einen 150 Ohm Widerstand mit dem entsprechenden Anschlußpunkt eines Segments der Anzeige. Die Anzeige hat außerdem einen oder mehrere Anschlußpunkte für die gemeinsame Masse.

mhzdisplay_schaltplanZum besseren Verständnis ist hier noch einmal der Prinzip-Schaltplan zu sehen. Er ist genau für die Anzeige gezeichnet, die ich verwendet habe, bei Anzeigen anderer Bauart oder anderer Hersteller können die Anschlußpunkte natürlich anders angeordnet sein, siehe dazu die Beschreibung der verwendeten Anzeige. Auf dem Plan nicht beschaltete Anschlußpunkte sind der zweite Dezimalpunkt der Anzeigen und weitere gemeinsame Massepunkte.

mhzdisplay_04

Danach habe ich ein entsprechend großes Loch für den Frontrahmen auf dem Gehäuse herausgesägt bzw. -gefeilt und den Frontrahmen mit Heißkleber hineingeklebt. Da mein Gehäuse eine Frontklappe besitzt hat sich diese als Einbauort angeboten. Alternativ könnte man natürlich einen freien 5,25 Zoll Einschub verwenden. Danach wird die Schaltung ebenfalls mit Heißkleber auf die am Frontrahmen links und rechts vorhandenen Schrauben geklebt. Danach noch +5V und Masse an die entsprechend vorgesehenen Anschlüsse löten, und fertig!

mhzdisplay_05So sieht das ganze dann fertig im PC aus. Der Frontrahmen für 4 Ziffern paßt wie angegossen in das CS-601 Gehäuse.

Mit den DIP-Schaltern lassen sich dann einfach die gewünschten Segmente der Anzeige einschalten.

Hinweis: Dieses Tutorial ist schon ein wenig älter, der hier angezeigte Wert entsprach wirklich der Taktfrequenz des Rechners :-)

mhzdisplay_06 Mit den Schaltern läßt sich natürlich jeder beliebige Zahlenwert auf der Anzeige einstellen. Man kann natürlich auch noch ein paar andere Spielchen damit machen, indem man die möglichen Buchstaben verwendet, die mit sieben Segmenten realisierbar sind.

mhzdisplay_07

Man kann natürlich auch etwas mehr MHz einstellen, als der Rechner in Wirklichkeit hat.
Die Anzeige geht ja bis 9999, das reicht auch heutzutage noch für eine Weile...

Ergebnis

Ein nettes Feature für jeden PC, wie ich finde.

In jeden Fall ein Hingucker!

 
 

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