aquaero Rev. 4 Print
Testberichte - Silent-PC
Thursday, 03 August 2006 of Joker

news_aquaero40

Aus dem Hause aqua-computer stellen wir euch in diesem Test das aquaero in der aktuellen Revision 4 vor. Beim aquaero handelt es sich auf den ersten Blick nur um eine Lüftersteuerung. Allerdings wäre diese Bezeichnung stark untertrieben, denn das aquaero kann außer der Regelung von Lüftern über verschiedene Temperatursensoren noch viel mehr. Vor allem für wassergekühlte Rechner ist das aquaero zu einer kompletten Steuerungs- und Überwachungszentrale ausbaubar. Was das Gerät im Einzelnen bietet, wollen wir Euch vorstellen.

Zuvor geht unser Dank an aqua-computer für die Bereitstellung des Testgeräts.

{dybanners}48{/dybanners}


Lieferumfang

aquaero40_02Geliefert wird das aquaero in einem stabilen Pappkarton im aqua-computer-Design. Außer den allerwichtigsten Eckdaten des Geräts bietet die Verpackung keine weiteren Informationen.

aquaero40_03Im Inneren der Verpackung ist das aquaero samt Zubehör sicher geschützt verpackt.

aquaero40_04Folgendes ist im Lieferumfang enthalten:

  • aquaero Controller montiert in 5 1/4" Einbaurahmen
  • vier Temperatursensoren 70 cm
  • internes USB-Anschlusskabel 70 cm
  • CD mit Software
  • Befestigungsschrauben
  • Anleitung


Auf der CD ist die Software "aquasuite" enthalten, über die das Gerät mit dem PC konfiguriert werden kann (siehe später). Weiterhin findet sich dort das .NET Framework 1.1 das für den Betrieb der aquasuite notwendig ist. Zusätzlich ist jaLCDs und Samurize enthalten, zwei Programme die mit dem aquaero direkt zusammenarbeiten können.
Anleitungen in Deutsch und Englisch, Videos, ein SDK zur Erstellung eigener PC-Software für das aquaero sowie einige weitere Programme findet man ebenfalls auf der CD.

aquaero40_05Die Anleitung ist komplett in deutscher Sprache gehalten und knapp 50 Seiten stark- das lässt schon erahnen über welch großen Funktionsumfang das Gerät verfügt.
Die Funktionen des aquaero werden detailliert und übersichtlich in der Anleitung beschrieben, wo es nötig ist kommen Bilder zum Einsatz.
Einziges Manko: Das Inhaltsverzeichnis gibt teilweise falsche Seiten für die einzelnen Kapitel an.

 


aquaero im Detail

aquaero40_06Das aquaero ist für den Einbau in einem 5 1/4" Schacht konzipiert. Die Einbautiefe ist recht niedrig, mit Steckern nimmt es lediglich ca. 6cm in der Tiefe ein.

aquaero40_07Zur Anzeige seiner Daten verfügt das aquaero über ein 2x20 Zeichen Display. Beim Display kann der Benutzer beim Kauf unter verschiedenen Varianten auswählen:

  • LC-Display grün invers
  • LC-Display weiß/blau
  • OLE-Display
  • VF-Display


Unser Testsample besitzt ein weiß/blaues LC-Display. Im Auslieferungszustand ist es durch eine Folie vor Kratzern geschützt.

Puristen können das aquaero auch ganz ohne Display ordern: Es verfügt damit über diesselbe Funktionalität, aber es kann natürlich keine Daten mehr anzeigen und auch nicht direkt am Gerät konfiguriert werden. Über die Software "aquasuite" (siehe später) kann das Gerät aber über den PC konfiguriert und die Daten in der Software angezeigt werden. Eine sinnvolle Lösung, wenn man weniger Geld ausgeben will und/oder das Gerät "versteckt" verbauen möchte.
Sollte man später doch einmal auf die Display-Version umrüsten wollen, ist das kein Problem- von aqua-computer wird ein entsprechender Nachrüstsatz für das "aquaero light" angeboten.

aquaero40_08An der Rückseite des Geräts sind die Anschlüsse für Spannungsversorgung und Peripherie zu sehen. Auch hier kann man allein durch die Anzahl der Anschlüsse schon den Funktionsumfang erahnen. Die Platine ist professionell bestückt und gelötet und weißt keinerlei Mängel auf.
Die Regelung der angeschlossenen Lüfter erfolgt übrigens -anders als noch bei der Revision 3.0- analog, es kommt keine PWM zum Einsatz. Bei PWM kann es bei manchen Lüftern zu Problemen bei der Regelung kommen.

Zur Bedienung besitzt das Gerät lediglich drei Knöpfe die fast intuitiv verständlich sind: mit den Knöpfen up/down kann man in den Menüs des Aquaeros scrollen oder die Screens weiterschalten, mit set/mode wählt man etwas aus.

aquaero40_10aquaero40_11aquaero40_12aquaero40_13

Die Knöpfe sind in eine optisch ansprechende gebürstete Edelstahl-Frontblende eingelassen.
Die Frontblende ist optional auch in schwarz oder silber erhältlich, was eine Anpassung der Optik des Geräts an das Case möglich macht.

aquaero40_09Hier sehen wir die "Sandwich-Bauweise" des Geräts: Auf die Hauptplatine ist mittels Abstandsbolzen das Display befestigt, wiederum darauf die Frontblende. Die Frontblende kann leicht durch Lösen von vier Schrauben selbst ausgetauscht werden.

aquaero40_14Zur Befestigung des Geräts verfügt das aquaero an den Seiten über Bohrungen mit Gewindeeinsätzen. Diese entsprechen von der Position her den Gewinden von 5 1/4" Laufwerken, eine Befestigung sollte daher in jedem standardmäßigen 5 1/4" Schacht problemlos möglich sein. Entsprechende Schrauben liegen dem Gerät bei.


Anschlussmöglichkeiten

Wie schon mehrfach erwähnt verfügt das aquaero über zahlreiche Anschlussmöglichkeiten für Peripherie. Diese sind im Folgenden genannt:

aquaero40_01

  • Power
    Hierüber wird das aquaero über einen freien Molex-Stecker des PCs mit Spannung versorgt
  • Fan 1-4
    Anschlussmöglichkeit für vier Lüfter die über das aquaero geregelt werden. Die maximale Belastbarkeit beträgt 10W pro Kanal oder 30W für alle Kanäle zusammen.
  • Sensor
    Hier können bis zu sechs Temperatursensoren angeschlossen werden die als Input für die Regelung der Lüfter dienen
  • Flow
    Hier kann ein Durchflusssensor angeschlossen werden um die Durchflussmenge in einer Wasserkühlung zu messen
  • USB
    Hierüber wird das aquaero mit einem freien internen USB-Anschluss des PCs verbunden. Über die mitgelieferte Software aquasuite können alle Funktionen des Geräts konfiguriert werden. Zusätzlich können am PC Auswertungen von Temperaturverläufen der Sensoren etc. grafisch dargestellt werden
  • LED
    Hier können zwei LEDs angeschlossen werden, die abhängig von der Temperatur ausgewählter Sensoren in der Helligkeit geregelt werden. Z.B. ist es möglich eine rote und eine grüne LED anzuschließen, wobei bei niedriger Temperatur zunächst die grüne leuchtet, und bei steigender Temperatur immer dunkler wird. Gleichzeitig kann man die rote LED mit der Temperatur einfaden lassen, so dass bei hoher Temperatur nur noch die rote leuchtet.
  • Relais
    Hierbei handelt es sich um einen Schaltausgang, der z.B. zur hardwaremäßigen Unterbrechung der Spannungsversorgung des PCs im Notfall (hohe Temperatur, Durchflussstillstand) benutzt werden kann. Alternativ kann der Schaltausgang frei für zu schaltende Verbraucher benutzt werden (max. 1A bei 12V)
  • aquastream Brücke
    Bis zu zwei aquastream-Pumpen können am Aquaero angeschlossen werden. Die Pumpen können mit dem Aquaero überwacht und sogar in der Leistung verändert werden
  • Standby-Power
    Hier können 5V Standby des Netzteils angeschlossen werden, damit das aquaero auch bei abgeschaltetem PCs aktiv bleibt
  • aquabus
    Über einen dreipoligen Erweiterungsbus können Zusatzgeräte von aqua-computer angeschlossen und mit dem aquaero gesteuert werden (z.B. ein multiswitch, mit dem verschiedene Verbraucher gesteuert werden können oder ein tubemeter, das die Füllstandsmenge des Wassers im Ausgleichsbehälter überwachen kann)

Inbetriebnahme

Zur Inbetriebnahme werden alle gewünschten Peripheriegeräte (siehe obige Liste) mit dem Gerät verbunden. Natürlich muss nicht alles angesteckt werden, nur das was benutzt werden soll bzw. vorhanden ist. Der Einbau erfolgt mit dem mitgelieferten Zubehör einfach und schnell in einem freien 5 1/4" Schacht.
Nach dem Einschalten des PCs meldet sich das Aquaero mit einer "loading OS" Meldung auf dem Display und ist kurz darauf betriebsbereit.

Nachdem das aquaero betriebsbereit ist, zeigt es jeden verfügbaren Screen einige Sekunden und wechselt danach zum Nächsten (Hinweis: In untenstehenden Bildern wurden den Lüftern und Temperatursensoren bereits Namen zugeordnet. Standardmäßig wird nur "Sensor 1", "Lüfter 1" etc. angezeigt).

aquaero40_15aquaero40_16aquaero40_17

Über die up/down Taste kann man die verschieden Screens (Temperaturen, Spannungen der Lüfter etc...) manuell durchblättern. Über die set/mode Taste gelangt man zu einem Einstellungsdialog in dem alle wichtigen Einstellungen gemacht werden können.

aquaero40_18aquaero40_19aquaero40_20

Die Bedienung geht einigermaßen intuitiv, ist aber wegen dem begrenzten Platz auf dem Display dennoch eine etwas mühselige Angelegenheit.
Deshalb wird von aqua-computer die Software "aquasuite" für den PC mitgeliefert, über die das aquaero ebenfalls konfiguriert werden kann. Weiterhin werden die Daten des aquaero mit Hilfe der aquasuite übersichtlich auf dem PC dargestellt.
Die aquasuite sehen wir uns als nächstes an.


Testrechner

Bevor wir uns die aquasuite ansehen, stellen wir zunächst den Testrechner und das Testsetup mit dem aquaero vor.
Als Testrechner für den Test des aquaero und der aquasuite haben wir folgende Konfiguration gewählt:

Rechner:

  • AMD Athlon64 3200+
  • Gigabyte K8NXP-SLI
  • nvidia Geforce 6600GT
  • 1GB Corsair XMS RAM
  • 2x 160GB SATA HDD

Kühlung

  • Komplettwasserkühlung, bestehend aus 2 Kreisläufen
  • Kreislauf 1:
    • Eheim 1046
    • Aquatube
    • Eigenbau-Kühlkörper für Gigabyte Powermodul
    • cuplexXT (CPU-Kühler)
    • aquagrafx 6600 (Graka-Kühler)
    • twinplex pro SLI (Northbridge Kühler)
    • Airplex Evo 240
  • Kreislauf 2:
    • Eheim 1046
    • Aquatube
    • Heattrap Dual HDD Wakü (HDD-Kühler)
    • silentmaxx 350W Netzteil (Wakü-Netzteil)
    • Airplex Evo 240

Auf beiden Airplex Evos sitzen jeweils zwei Papst 4412 F/2GL Lüfter. Alle vier Lüfter sind an das aquaero angeschlossen.

Die Temperatursensoren des aquaero sind wie folgt angebracht:
Sensor 1: Aquatube 1
Sensor 2: Aquatube 2
Sensor 3: Grafikkarte
Sensor 4: CPU


aquasuite

Die aquasuite wird auf der beigelegten CD mitgeliefert und ist auch auf den Internet-Seiten von aqua-computer immer in der aktuellsten Version downloadbar.
Über die Software können alle wichtigen Einstellungen am aquaero gemacht werden, und nachher im EEPROM des aquaero dauerhaft abgespeichert werden. Weiterhin werden Zusatzfunktionen wie grafische Auswertungen, Skriptsteuerung etc. angeboten, die über eine Bedienung direkt am Gerät nicht möglich sind.

Zum Verständnis:
Das aquaero ist ein mikrocontrollergesteuertes Gerät und läuft daher völlig unabhängig von der PC-Software!
Lediglich die Konfiguration des Geräts kann über die aquasuite komfortabler gemacht werden, und Auswertungen die auf dem Display des aquaero keinen Platz haben können damit angezeigt werden.

Bei der Installation der aquasuite gab es keine Probleme. Damit die aquasuite funktioniert muss allerdings das .NET Framework 1.1 installiert sein. Dieses ist auch auf der mitgelieferten CD enthalten.

Die aquasuite ist in mehrere "Karteireiter" unterteilt, in denen die verschiedenen Daten angezeigt werden. Die wichtigsten Funktionen der aquasuite werden im Folgenden vorgestellt.

aquaero40_21aquaero40_22aquaero40_29

In einer Übersicht (links) kann man sich alle wichtigen Betriebsdaten anzeigen lassen. Hier sind Temperatursensoren, Lüfterdrehzahlen, Durchfluss, sowie aquastream- und tubemeter-Daten zu finden. Anzeigen für die keine Hardware angeschlossen ist (bei uns: aquastream, Durchflusssensor, tubemeter) bleiben natürlich leer.
In der Lüfterübersicht (mitte) wird der Drehzahl- und Leistungsverlauf der Lüfter grafisch angezeigt. Ebenfalls gibt es hier diverse Einstellmöglichkeiten zur Regelung. Beispielsweise kann man einen Lüfter einen Temperatursensor auf einen bestimmten Wert regeln lassen, oder einen Lüfter linear zur Temperatur in der Leistung regeln. Man kann auch einfach eine bestimmte Leistung vorgeben die der Lüfter dann hält. Weitere Einstellungen zur Regelung sind ebenfalls möglich. Es können auch Namen für die Lüfter können vergeben werden.
Auf dem Reiter "Temperaturen" (rechts) findet man Einstellungen zu den Temperatursensoren. Auch diesen können Namen zugeordnet werden. Außerdem können Regelparameter und verschiedene Grenzwerte konfiguriert werden. Ebenfalls gibt es eine grafische Übersicht des Temperaturverlaufs.

aquaero40_23aquaero40_24aquaero40_25

Mit einem Durchflusssensor kann der Wasserdurchfluss des Kreislaufs gemessen werden. Parameter des Sensors können auf dem entsprechenden Reiter eingestellt werden (links). Es können bis zu zwei Durchflusssensoren angeschlossen werden. Wenn man einen zweiten Sensor anschließt geht allerdings leider einer der vier Lüfterausgänge verloren.
Bis zu zwei aquastreams (12V-Pumpe von aqua-computer) können an das aquaero angeschlossen werden (mitte). Die Leistung sowie die Funktion der Pumpen kann überwacht werden. Als Clou kann auch die Leistung der Pumpen (Frequenz) mit dem aquaero erhöht werden.
Die Uhrzeit des aquaeros kann mit dem PC abgeglichen werden (rechts). Auf demselben Reiter kann außerdem eingestellt werden zu welchen Zeiten der Relaisausgang des aquaeros automatisiert ein- und ausgeschaltet werden soll.

aquaero40_26aquaero40_27aquaero40_28

Mit einem tubemeter kann man den Wasserstand und die Wellenbewegung im Ausgleichsbehälter messen und überwachen (links). Das tubemeter ist als optionales Zubehör erhältlich.
Der multiswitch ist ebenfalls ein optionales Zubehör und über den entsprechenden Reiter konfigurierbar (mitte). Damit können z.B. verschieden Verbraucher (Kathoden, eigene Schaltungen, Lüfter) automatisiert ein- und ausgeschaltet werden.
Bis zu zwei LEDs können ebenfalls an das aquaero angeschlossen werden (rechts). Diese können in Abhängigkeit der Temperatursensoren in der Helligkeit geregelt werden. Bei Alarm kann man sie blinken lassen.

aquaero40_30aquaero40_31aquaero40_32

Der Relaisausgang des aquaeros kann für verschiene Funktionen genutzt werden (links). Beispielsweise kann er als Ein/Auschalter des PCs verwendet werden so dass man keinen seperaten Power-Button mehr benötigt sondern den PC mit dem aquaero einschalten kann. Weiterhin kann man das Relais nutzen um die Stromversorgung des PCs bei Alarm zu unterbrechen. Hierzu ist aber ein entsprechendes modifiziertes ATX-Kabel (Zubehör) notwendig, das man sich ggf. aber auch selber basteln kann.
Auf dem Reiter "Anzeige und Hardware" kann konfiguriert werden was auf dem Display des aquaero angezeigt werden soll. Weiterhin kann das Display konfiguriert werden (z.B. Helligkeit) und Hardware-Informationen des aquaero angezeigt werden.
Es gibt neben der Hardware-Abschaltung ebenfalls eine Software-Notabschaltung (rechts). Die aquasuite kann bei Alarm den PC herunterfahren oder andere Aktionen auslösen. Was als Alarm gilt kann auf dem entsprechenen Reiter eingestellt werden.
Die Software-Notabschaltung wird von der aquasuite getriggert, d.h. die Software muss im Alarmfall noch laufen. Sollte der PC z.B. wegen Übertemperatur abgestürzt sein funktioniert die Abschaltung natürlich nicht mehr. Die Hardware-Abschaltung über den Relaisausgang allerdings funktioniert unabhängig von der Software, also auch wenn der PC bereits abgestürzt ist.
Als Trigger für eine Notabschaltung kann die gesamte ans aquaero angeschlossene Sensorik verwendet werden- Übertemperatur auf einem Temperatursensor, Durchflussunterschreitung an einem Durchflusssensor, niedriger Wassertand an einem tubemeter etc.

 


Weitere Funktionen

Wer meint dass wir auf der vorherigen Seite alle Funktionen der aquasuite vorgestellt haben, der irrt. Es gibt noch weitere, wenn man allerdings alle aufzählen und erklären wollte würde das diesen Artikel sprengen.
Einige weitere Funktionen seien trotzdem noch exemplarisch genannt:

aquaero40_13

  • Messung der abgeführten Wärmeleistung
  • Unterstützung von Profilen (verschiende Konfigurationen schnell laden)
  • Skripte ausführen
  • eigene Daten auf dem Display ausgeben (Schnittstelle zu jaLCDs!)
  • Ausgabe der Daten des aquaeros in XML, zur Weiterverarbeitung z.B. in Samurize
  • Firmware-Update des aquaeros


In der Anleitung kann mehr zu den einzelnen Funktionen nachgelesen werden. Nicht benötigte Reiter können ausgeblendet werden, damit es nicht zu unübersichtlich wird.
Um alle Funktionen zu unterstützen muss natürlich teilweise Zusatzhardware gekauft werden (Durchflusssensor, tubemeter, multiswitch...).

aquaero40_34Alles in allem kann man sagen, dass der Untertitel den die aquasuite Software trägt ("The complete solution") absolut gerechtfertigt ist. Das aquaero kann komplett über die Software konfiguriert werden, so dass man schnell davon abkommt die Einstellungen direkt am aquaero zu machen. Die anderen Produkte wie das tubemeter oder der multiswitch wurden von aqua-computer gut integriert, so dass man wirklich eine Software-Lösung für sein komplettes Überwachungs-System hat.

Die aquasuite kann man minimiert im Tray der Taskleiste laufen lassen und bei Bedarf maximieren. Leider haben wir keine Einstellung gefunden die Software automatisch bei Windowsstart zu laden. Hier muss man selber aktiv werden und sie in den Autostart-Ordner schieben, sofern man die Software immer laufen lassen will (das aquaero funktioniert wie schon erwähnt auch ohne die aquasuite).
Die Kinderkrankheiten die die Software in früheren Versionen hatte scheinen ausgemerzt zu sein, wir konnten keine gravierenden Mängel feststellen.
Es kam allerdings einige Male vor, dass die Software nicht korrekt startete- im Tray war zwar das Icon zu sehen, allerdings passierte nichts wenn man darauf klickte. Ein "Abschuß" des aquasuite Prozesses und anschließender Neustart der Software konnten das Problem immer beheben.
Ob das ein Problem der aquasuite oder unseres Testrechners war konnten wir nicht herausfinden.
Weiterhin stellten wir fest, dass es in manchen Karteireitern der aquasuite zu einem seltsamen Bildschirmflackern in anderen Programmen kam, wenn die aquasuite zwar maximiert aber nicht im Vordergrund war.

Test

aquaero40_33Die Funktionen der aquasuite und des aquaero haben wir nun zur Genüge vorgestellt. Die besten Funktionen nützen aber natürlich nichts, wenn sie nicht funktionieren.
Deswegen haben wir das aquaero mehrere Tage in Betrieb gehabt, und es mit verschiedenen Regler- und Lüftereinstellungen malträtiert.
Das Ergebnis fällt kurz und knapp aus: Wir konnten keine Mängel feststellen. Alle Funktionen die wir mit dem Standard-Lierumfang testen konnten, funktionierten einwandfrei.
Die Regelung der Lüfter in Abhängigkeit der Temperatur mit verschiedenen Regeleinstellungen (z.B. Regelung auf Solltemperatur, Regelung mit linearem Verhalten etc.) funktionierten wie erwartet.
Die vom aquaero gemessenen Temperaturen stimmten recht exakt, wir haben mit einem Multimeter nachgemessen.
Für Profis gibt es die Möglichkeit direkt Reglerparameter wie Reglerverzögerung und Reglerfaktor zu beinflussen, die Voreinstellungen funktionierten allerdings schon sehr gut. Hier muss man aufpassen was man tut, denn diese Einstellungen verändern das Verhalten der Regelung sehr extrem.
Für weitverbreitete Anwendungsfälle werden Beispielkonfigurationen im Handbuch beschrieben, die wie angegeben funktionionieren.
Auch die Software-Notabschaltung haben wir getestet, indem wir das aquaero entsprechend konfiguriert haben und den auslösenden Temperatursensor mit einem Feuerzeug erwärmt haben. Ergebnis:
Der Rechner fuhr wie gewünscht automatisch herunter.


Fazit

Das aquaero hat uns außerordentlich gut gefallen. Die Kinderkrankheiten die frühere Revisionen noch hatten scheinen beseitigt, wir konnten in unserem Testbetrieb keine Fehler feststellen. Alle Regelaufgaben die wir dem aquaero stellten führte es wie erwartet aus.
Anfangs muss man ein wenig herumexperimentieren bis man optimale Einstellungen gefunden hat. Die vollautomatische Regelung trägt dann aber einen wesentlich Teil zur Lautstärke des Rechners bei: schließlich laufen bei guten Einstellungen die Lüfter nur noch dann, wenn sie wirklich benötigt werden, und außerdem nur so schnell wie benötigt. So gut wie nie mussten bei unseren Regeleinstellungen die Lüfter auf Maximalleistung laufen.
Der Funktionsumfang des aquaero ist geradezu gigantisch, man erhält eine Komplettlösung zur Steuerung und Überwachung des Rechners die kaum Wünsche offen lässt. Die Möglichkeit den PC über diverse verschiedene Sensoren zu überwachen und bei Bedarf automatisch herunterzufahren sorgt für zusätzliche Sicherheit im Betrieb mit einer Wasserkühlung.
Im Hinterkopf behalten muss man natürlich, dass man noch reichlich Zubehör für das aquaero kaufen muss um alle Funktionen überhaupt ausnutzen zu können. Das kann schnell ins Geld gehen.
Der Grundpreis von 99€ für das Grundpaket erscheint uns allerdings gerechtfertigt. Puristen können auch zur displaylosen Version greifen, die bereits für 69€ erhältlich ist.
Die aquasuite integriert die erhältlichen Zusatzkomponenten wie tubemeter oder multiswitch sinnvoll in eine relativ ausgereifte und übersichtliche Anwendung.

aquaero40_36Neben der aquasuite existieren auch Open-Source Projekte für eine Linux-Steuerungssoftware sowie für einen Webserver, der es möglich macht die Werte und Einstellungen des aquaero über einen Webbrowser anzusehen und zu verändern (siehe nebenstehenden Screenshot). Mit dem SDK (Software Development Kit) das mit dem aquaero mitgeliefert wird kann man auch selbst mit relativ wenig Aufwand eigene Anwendungen zur Ansteuerung des aquaero schreiben.

Alles in allem gibt es keine wirklichen Kritikpunkte am aquaero und man darf gespannt sein was es noch an Zubehör geben wird und wie die Entwicklung der alternativen Softwarelösungen weitergeht.
Das aquaero bekommt in jedem Fall unsere volle Empfehlung.

{jumi
[silentpcresultbox.php]

Name: [aquaero Rev. 4]
Kategorie: [Silent-PC]

Bewertung
Leistung: [1.1]
Handhabung: [1.5]
Verarbeitung: [1.3]
Ausstattung: [2.0]

Preis: [ca. 99€]

Hersteller: [http://www.aqua-computer.de]
Vertrieb: [http://www.aqua-computer.de]

Award: [award_aquaero40]

Pro: [Funktionsumfang]
Pro: [Verarbeitung]
Pro: [Erweiterungsmöglichkeiten]
Pro: []

Contra: [kleine Unschönheiten in der aquasuite]
Contra: []
Contra: []
Contra: []
}

 

{dybanners}48{/dybanners}