Aerocool M40 Print
Testberichte - Gehäuse
Monday, 16 July 2007 of KeyF

news_aerocool_m40Derzeit ist es relativ ruhig in der Gehäuseszene, kaum mehr außergewöhnliche Gehäuse kommen auf den Markt. Die meisten Hersteller beschränken sich auf den Bau in bekannter Form mit Option auf BTX. Aerocool ist da etwas aktiver und wagt sich in den Markt der Micro ATX Gehäuse. Wir haben uns das brandneue M40 angesehen.

Für die Bereitstellung des Testgehäuses bedanken wir uns bei Frozen Silicon.

{dybanners}20{/dybanners}


Lieferumfang

m40_01 Das Case erreichte uns wie üblich in einem großen, stabilen Pappkarton und ist innen mit Styropor geschützt. Aufgedruckt ist das Gehäuse in schwarz und in silber/schwarz, so wie wir es testen. Außerdem sind noch einmal die wichtigsten Features und die Einbauanleitung in Bildern festgehalten.

m40_02

Dem Case selber liegt leider nur wenig Zubehör bei, die Installationsanleitung ist auf dem Karton aufgedruckt und etwas ausführlicher als Schwarzweiss-Faltblatt beigelegt. Die Pinbelegung der Frontausgägne wird gesondert erklärt. Der 120mm Lüfter ist schon im Gehäuse angebracht, sodass er nicht lose beiliegt. Des Weiteren sind ein Beutel mit Schrauben, ein Piezo Speaker und zwei Fixierschienen für die 5,25" Laufwerke beigelegt.

Daten

m40_03

Bevor wir das Gehäuse genauer betrachten, hier noch einmal die Herstellerdaten:

  • Farbe: Schwarz/Silber
  • Material: 0.6mm secc
  • Maße: 295 x 233 x 348 mm (BxHxT)
  • Laufwerksschächte: 2x 5.25" (Extern), 1x 3.5" (Extern), 2x HDD (Intern)
  • Front I/O port: 4 x USB2.0, Audio
  • Kompatible Mainboards: Micro ATX (BTX Bohrungen)
  • Kühlung Front: 1 x transparenter 120mm Lüfter (1200 U/Min, 23.25dBA, 71,4 m³/h )
  • Kühlung Rückseite: bis zu 3 x 80mm Lüfter



Ansichten

m40_04

Das Gehäuse ist schwarz glänzend lackiert, die Front besteht aus schwarzem mattem Plastik. Bei der Version, die wir hier testen, sind die Laufwerkseinschübe und das Display silber umrahmt.

m40_05

In der oberen Hälfte der Fronst ist das LCD integriert und die zwei 5,25" Laufwerksöffnungen. Der untere Teil der Front besteht aus einem Lochgitter um Luft ins Gehäuse zu lassen. Hier sind die Front USB und Audio Ausgänge, das 3,5" Laufwerk, der riesige Einschalt- und der längliche Reset-Knopf angebracht.

m40_06

Von hinten sind die drei 80mm Lüfter zu sehen und der Platz für das Netzteil. Auch sieht man, dass das Gehäuse viele Austrittsöffnungen für die erwärmte Luft bietet.

m40_07

Der Gehäusedeckel ist altmodisch in U-Form ausgelegt, was in der Vergangenheit bei einigen Gehäusen das schließen zu einem echten Geduldsspiel gemacht hat. Die hier verbaute Konstruktion lässt sich ganz gut schließen, ein dreigeteilter Deckel ist aber dennoch komfortabler.

m40_08

Innen wirkt das Gehäuse aufgeräumt und sauber verarbeitet. Wir konnten keine scharfen Kanten entdecken. Die Stabilität wird durch eingedrehte und gefalzte Kantenenden erreicht. Auch hier sieht man die vielen Luftdurchlässe um in dem kleinen Raum eine möglichst große Luftzirkulation zu erreichen.

m40_09

Der Verschlussmechanismus für das Auseinanderklappen des Gehäuses besteht aus zwei Plastikhebeln und einer Rändelschraube zur Sicherung. Die zwei Hebel machen einen stabilen Eindruck und müssen zum Entriegeln nach außen geschoben werden.

m40_10

Wird das Gehäuse aufgeklappt, ist der Platz für das Motherboard perfekt zugänglich. Leider bietet der obere Teil des Gehäuses keine Rückhaltemöglichkeit in Form einer Zugfeder oder eines Stoßdämpfers.

m40_11

Der vorinstallierte Front Lüfter, ist typisch Aeorcool, ganz durchsichtig, allerdings ohne LEDs. Er bietet die Möglichkeit über 4 Pin oder über 3 Pin angeschlossen zu werden. Wir haben ihn direkt an die im LCD integrierte Lüfter Überwachung angeschlossen.

m40_12

Die Befestigungsschiene für die zwei unteren 80mm Lüfter ist über zwei Schrauben gesichert und ist schnell ausgebaut. Die Lüfter werden über zwei Nasen gehalten und mit zwei Schrauben fixiert. Leider wurde hier Hartplastik verwendet, sodass unruhig laufende Lüfter ein unangenehmes Brummen verursachen können.

m40_13

Im oberen Teil des Gehäuses, ist der Platz für das Netzteil und daneben für den dritten 80mm Lüfter. Die Befestigungslösung ist nicht so schön, aber funktional gelöst. Der Lüfter wird direkt an das Gehäuseblech geschraubt, das Lüftergitter muss dabei mit den Lüfterschrauben fixiert werden. Bei unseren Test hat sich gezeigt das der Lüfter hier unbedingt in das Gehäuse blasen sollte, ein ziehender Lüfter, nahm dem CPU Kühler die Luft weg und wir hatten um bis zu 25° höhere Temperaturen.

m40_14

Die zwei 5,25" Laufwerksschächte sind seitlich gut zugänglich und eingebaute Laufwerke werden an der innenliegenden Seite mit einem beiliegendem Plastikhalter fixiert. Hinter dem LCD ist anscheinend ein Lüfter vorgesehen worden um die Festplatten zu kühlen, leider würde so ein Lüfter keine Luft ansaugen können, weil vor ihm das LCD verbaut ist. Die Festplatten werden waagrecht eingebaut, nicht jede Platte ist alleredings für solch einen Einbau ausgelegt. Der 120mm Lüfter der in der Front installiert ist streift mit seinem Luftzug die Festplatten leicht.


Testhardware

Um die Temperaturwerte und den Einbau zu testen, entschieden wir uns für folgende Komponenten:

Motherboard: Foxconn 945GZ7MC
CPU: Intel Pentium D945 (3,4 Ghz Dual Core) 135W TDP
CPU Kühler: Arctic Cooling Freezer 7 Pro 7 und Alpine 7
Arbeitsspeicher: 2x 1024MB DDR2 667 Nanya
Grafikkarte: Geforce 6600GT mit Arctic Cooling NV Silencer
Festplatte: Maxtor 160 GB SATA 7200 U/min
Optisches Laufwerk: LG DVD Rom Atapi
Netzteil: NorthQ 530 Watt Netzteil
Gehäuselüfter: 2x Arctic Cooling 8L 1x Papst 80

Einbau

m40_16

Die Abstandshalter für das Mainboard waren Dank der Markierungen schnell angebracht und das Board konnte leicht eingebaut werden. Die Kabel der Frontanschlüsse und die LEDs sind ausreichend lang dimensioniert und können ohne Probleme aufgesteckt werden.

m40_15

Leider ist es nicht möglich in dem Gehäuse die heute gern genutzte Bauform von Towerkühlern einzubauen. Bei geschlossenem Oberteil ist vom CPU bis zur Decke nur ein Platz von ca 80mm, deshalb sind wir auf den Arctic Cooling Alpine 7 umgestiegen, der ohne Probleme passt. Luft saugt dieser Kühler von oben durch die Lüftungsschlitze ein, wo der dritte 80mm Lüfter frische Luft hin bläst und die Kühlleistung verstärkt.

m40_18

Beim Einbau der Grafikkarte müssten auch wieder Abstriche gemacht werden. Der NV Silencer hat einen hinten sitzenden Lüfter der genau in der Höhe des Festplattenkäfigs sitzt. Dadurch ist ein Einbau nicht möglich. Auch werden einige Grafikkarten mit Heatpipekühlung hier nicht passen, da der Platz zwischen Oberkante der Grafikkarte und der Gehäusedecke nur wenige Zentimeter beträgt.

m40_19

An die Halterung für die zwei unteren 80mm Lüfter haben wir Arctic 8L eingebaut, diese Kühler laufen sehr ruhig und sind von Haus aus mit Gummihalterungen entkoppelt. Allerdings können diese nur saugend installiert werden, sodass wir bei dem oberen Lüfter auf ein anderes Modell ausweichen mußten. Wir haben beide mit einem Y-Stecker am I/O Lüfteranschluß des Motherboards angeschlossen um dessen Lüftersteuerung zu nutzen.

m40_20

Durch den herausnehmbaren Festplattenkäfig sind die zwei möglichen Platten schnell eingebaut. Allerdings ist der Platz zwischen Netzteil und Festplattenkäfig sehr klein, sodass wir auf gewinkelte Sata Stecker umsteigen mussten. Das Ab- und Anstecken der Kabel ist mit eingebautem Netzteil eine sehr fummelige Angelegenheit.

m40_21

Das Netzteil selber kann ohne Probleme eingebaut werden, der in heutigen Netzteilen übliche 120mm Lüfter saugt die Luft von den Erweiterungskarten durch das Netzteil ins Freie. Bei der Auswahl des Netzteiles für das Gehäuse solle man darauf achten, die zusätzliche Kühlung der Grafikkarte ist ein sehr schöner Nebeneffekt.

m40_22

Der Einbau des DVD-ROMs ist etwas umständlich gelöst, so muss erst der obere Teil der Front entfernt werden um es in den Käfig zu schieben. Auch hier ist das Netzteil wieder im Weg und das anstecken des Stromanschlusses muss vor dem Fixieren, mittels beiliegender Plastikhalterung passieren.
Gut gefallen hat uns das man den Auswurfknopf verstellen kann, sodass der Knopf bei jedem Laufwerkstyp wirklich passt.

m40_24

Das LCD Display bietet nur den Anschluss für einen Lüfter, wir haben hier den vorinstallierten 120mm Lüfter angeschlossen. Strom bekommt es über einen 4 Pin Festplattenstecker der durchgeschleift ist. Den Temperaturfühler haben wir mit dem beiliegendem Kleber am Chipsatzkühler angebracht um zumindest abschätzen zu können wie warm es in dem Gehäuse wird. Eine genaue Temperaturmessung ist nur über die integrierten Dioden des CPUs und des Motherboards zu erreichen.

m40_25

Die Stromanschlüsse und Laufwerkskabel werden durch zwei Löcher zum Motherboard geführt. Das klappt alles sehr gut, allerdings ist bei unserem Aufbau das ATAPI Kabel und das vierpolige 12V Kabel nicht lang genug um das Gehäuse noch voll aufklappen zu können. Wenn man hier nicht aufpasst, kann das beim unachtsamen Öffnen die Grafikkarte abknicken oder den ATAPI Port beschädigen. Andere Motherboard- und Netzteil-Kombinationen haben dieses Problem evtl. nicht, je nach Positionierung der Stecker und Kabellänge.

m40_23

Wenn das Gehäuse geschlossen ist, sind die Kabel gut zu verlegen. Auch sind die Durchführungen so gewählt, dass kein Kabel einen Lüfter zu nahe kommt oder eingeklemmt werden kann.

Betrieb

Das Gehäuse ist erstaunlich leise, lediglich unter Vollast, wenn der CPU Kühler hochdreht, hört man Lüftergeräusche. Die Temperaturen bleiben sehr niedrig für ein Gehäuse dieser Größe. Der hitzige Pentium 945D wird unter Vollast beider Cores nur 65° warm. Die eine eingebaute Festplatte wurde mit 49° leider ziemlich warm, hier reicht der Luftstrom des Frontlüfters nicht ganz aus. Die nicht mehr ganz taufrische Grafikkarte ist dank des Luftstromes erstaunlich kühl. Die Temperaturen für Festplatte, CPU und Board wurden mit Speedfan ausgelesen. Die Grafikkartentemperatur wurde über die Nvidia Treiber überprüft.

Das LCD zeigt im Betrieb an, das sich der angeschlossene Lüfter dreht, eine genau Geschwindigkeit zeigt es nicht an. Die Aktivität der Festplatte wird durch ein sich drehendes Symbol angezeigt. Die Temperatur ist entsprechend ungenau und zeigt den Wert des Chipsatzkühlers an. Das rote Leuchten ist nicht zu grell, sodass es nicht weiter stört.


Fazit

Das Gehäuse gefällt, die Optik ist angenehm und passt gut ins Wohnzimmer neben den LCD Fernseher. Zum unter den Tisch stellen ist das Gehäuse zu schade. Der Einbau ist bis auf die Enge beim Netzteil sehr gut und bereitet kaum Kopfzerbrechen. Die Temperaturwerte im Lastbetrieb lassen einen Silent PC zu, auch einen Gamer PC für den leichten Transport auf die nächste LAN kann man damit verwirklichen, wenn die Grafikkarte passt. Das LCD Display ist mehr eine kleine Spielerei und nicht wirklich nützlich, hier gibt es bessere Lösungen, die dann allerdings auch teurer sind.

{jumi
[caseresultbox.php]

Name: [Aerocool M40]
Kategorie: [Gehäuse]

Bewertung
Platzangebot: [3]
Handhabung: [1.5]
Verarbeitung: [1.5]
Ausstattung: [2.5]

Preis: [63,90€]

Hersteller: [Aerocool]
Vertrieb: [Frozen-Silicon]

Award: []

Pro: [Leichter Einbau der Hauptplatine]
Pro: [guter Luftdurchsatz]
Pro: []
Pro: []

Contra: [zu wenig Platz im oberen Abteil]
Contra: [LCD nicht wirklich sinnvoll]
Contra: []
Contra: []
}

 

{dybanners}20{/dybanners}