Artic Cooling Silentium T2 Print
Sunday, 05 December 2004 of Joker

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Der Lärm der von Computern ausgeht wird derzeit immer größer. Immer leistungsfähigere Prozessoren, Festplatten, Grafikkarten, Chipsätze etc. produzieren auch immer mehr Wärme, die abtransportiert werden muss. Dies geschieht mit Lüftern, welche meistens leider auch eine Menge Lärm erzeugen. Aus diesem Grund hat Arctic Cooling ein völlig neuartiges Gehäuse entwickelt, welches zum Kampf gegen den Lärm antritt. Wie es sich schlägt, wird sich im Test herausstellen.

Ein Dankeschön geht an unseren Sponsor Listan.de, welcher uns das Gehäuse zur Verfügung gestellt hat.

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Lieferumfang, Daten

Technische Daten und Merkmale des Silentium T2:

  • Abmessungen: 46cm x 20,5cm x 44cm (L x B x H, inkl. Sockel)
  • Leergewicht: 11,5 kg
  • zwei 5,25"-Schächte
  • zwei externe 3,5"-Schächte
  • zwei interne 3,5"-Schächte, davon eine schallgedämmter Einbaurahmen
  • vier 80mm-Low-Noise-Lüfter, davon zwei Netzteillüfter und zwei Gehäuselüfter
  • zwei Front-USB-Anschlüsse, Frontanschlüsse für Line-Out und Mikrofon
  • Thumbscrews für die Seitenwand
  • schraubenlose Befestigung von Laufwerken über Schienen
  • entkoppelter und schallgedämmter Einbaurahmen für eine 3,5"-Festplatte

Zum Lieferumfang gehören:

  • vorinstalliertes 350W-Netzteil
  • 230V-Netzkabel
  • vier vorinstallierte 80mm-Low-Noise-Lüfter (max. 1900 RPM)
    davon zwei Netzteillüfter und zwei Gehäuselüfter
  • Montagematerial wie Schrauben, Abstandshalter und ATX-I/O-Blende
  • vier Ersatzgummringe für die Festplattenhalterung
  • einige Kabelbinder

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Der Karton des Gehäuses enthält innen auf der Unterseite eine 2 cm starke Schaumstoffmatte, welche Stöße abfedern soll, die beim Transport entstehen.
Die Front ist mit einer Schutzfolie beklebt, um lieferbedingte Kratzer auszuschließen.  Die im Lieferumfang enthaltenen Zusatzteile befinden sich lose im Inneren des Gehäuses.
Leider verzichtet Arctic Cooling auf eine Montageanleitung, welche bei diesem neuartigen Gehäusekonzept sicher sehr aufschlussreich wäre.


Gehäusemerkmale

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Das Gehäuse mit seinen silber-lackierten Seitenteilen und silber-schwarzer Front wirkt sehr ansprechend. Es besteht aus 0,8mm starkem Stahlblech, wodurch es insgesamt sehr verwindungssteif ist.

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Das Besondere am Silentium T2 ist die andere Anordnung des Netzteils im Gehäuse, wodurch sich Arctic Cooling bewusst nicht an die ATX-Spezifikationen gehalten hat.
Die zwei Low-Noise-Lüfter auf dem Netzteil (Artic Cooling "Arctic FAN 3") sind so aufgebaut, dass sie die Luft aus dem Gehäuse durch das Netzteil blasen. Die vom Netzteil erwärmte Luft kann durch Luftlöcher auf der Unterseite des Gehäuses und durch die Luftkanäle des Standfußes entweichen.

Über die Luftlöcher im Bereich der Erweiterungskarten kann von außen frische Luft in das Gehäuse einströmen.

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An der Stelle, wo in jedem normalen ATX-Gehäuse das Netzteil sitzt, befinden sich beim Silentium T2 zwei temperaturgeregelte Low-Noise-Lüfter von Arctic Cooling (Arctic FAN 3 TC).

Durch das spezielle Design und der maximalen Drehzahl von 1900 UpM sind die Lüfter sehr leise (ca. 0,8 Sone). Sie blasen die nach oben gestiegene, von den Komponenten erwärme Luft direkt aus dem Gehäuse raus. Desweiteren kann die von der CPU abgegebene Wärme dadurch leichter nach draußen gelangen, da kein Netzteil im Weg ist. So kann kein Hitzestau entstehen, da die warme Luft im Gehäuse nach oben steigt und rausgeblasen wird und vom Boden und der Rückseite frische, kühlere Luft durch die Luftlöcher nachströmen kann.

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Zur Schalldämmung und Entkoppelung kann eine Festplatte in ein von Gummiringen gehaltenes Aluminiumgehäuse eingeschoben werden. Die beiden Öffnungen sind mit einer Plastikkappe und dicken Gummis zur Schallisolierung abgedichtet. Die eine Plastikkappe weist natürlich Aussparungen für Strom- und IDE-Anschluss auf.
Die von der Festplatte erzeugte Wärme wird von dem Aluminiumgehäuse aufgenommen und großflächig nach außen in das Gehäuse abgegeben.
Hat man mehr als eine Festplatte eingebaut, darf man in Sachen Geräuschminderung keine Wunder erwarten. Die hochfrequenten Betriebsgeräusch der Festplatte werden auch vom Festplattengehäuse nicht sehr stark gedämmt. Bei mehreren Festplatten im Gehäuse ist der Lärmvorteil leider eher gering.

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Hier erkennt man die zahlreichen Luftlöcher auf der Rückseite. Der Stromanschluss befindet sich bauartbedingt nun ganz unten.

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Hier die Frontaccess-Elemente, zu denen zwei USB 2.0-Buchsen sowie ein Line-In und ein Line-Out gehören.
Der Firewire-Anschluss ist optional, d.h. unter der Plastikabdeckung befindet sich keine Buchse. Wer diesen Front-Anschluss braucht muss ihn nachinstallieren oder unter den Tisch kriechen.

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Der Ein-/Aus-Schalter ist im Betrieb auf der linken Seite blau beleuchtet. Die rechte Seite wird entsprechend der Festplattenaktivität rot beleuchtet.

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Die Klapptür ist tief genug, um auch hervorstehenden Teilen, wie z.B. den Drehknöpfen einer Lüftersteuerung Platz zu bieten.


Komponenteneinbau

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Der Einbau des Full ATX Mainboards (MSI K7N2 Delta-L) gelang relativ problemlos. Leider waren für die Befestigungslöcher auf der rechten Seite keine geeigneten Fassungen für die Abstandsbolzen vorhanden. Somit hängt das Board auf dieser Seite in der Luft.
Man sollte also beim anschließen der IDE-Kabel etc. entweder nicht zu stark aufdrücken oder aber den Finger unter das Board schieben, damit es durch Verbiegung nicht beschädigt oder gar zerstört wird.

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Beim Aufsetzen der Verschlusskappen des Festplattengehäuses sollte man eher behutsam vorangehen. Die Halteklammern, die in eine Vertiefung im Aluminiumgehäuse einrasten sollen, erwiesen sich im Test als nicht sehr stabil und sind auf der eine Seite einfach abgebrochen.

Eines der vier Haltegummis des Festplattengehäuses war bereits vor dem Auspacken des Gehäuses gerissen. Für solche Fälle hat Arctic Cooling vier Ersatzgummis beigelegt. Wenn eines der beiden hinteren Gummis reißt, muss man das ganze Netzteil mit dem Festplattengehäuse ausbauen, da man die andere Seite des Gehäuses nicht öffnen kann. Das Netzteil ist mit dem Gehäuse über vier Schrauben verschraubt.

Bei voll aufgebautem Zustand wird es da ziemlich eng im Gehäuse. Man sollte das Mainboard lieber ausbauen, um eventuellen Beschädigungen durch das sperrige Netzteil mit Festplattengehäuse aus dem Weg zu gehen.

Wer auf das Festplattengehäuse verzichten will, kann dieses auch vom Netzteil abschrauben. Dazu müssen aber die Gummis gelöst und das Aluminiumgehäuse entfernt werden, denn sonst kommt man nicht an die Schrauben heran.

Der schraubenlose Befestigungsmechanismus bietet den Erweiterungskarten einen festen Halt. Die Seitenwand ist über zwei Thumbscrews mit dem Gehäuse verschraubt. Der Schraubenzieher wird nur noch zum befestigen des Mainboards benötigt.


Fazit

Die Vorteile des neuen Anordnungskonzepts von Artic Cooling liegen auf der Hand: Eine bessere Kühlleistung, bei gleicher oder gar geringerer Lautstärke. Das eingebaute Festplattengehäuse sorgt für eine ausreichende Geräuschdämmung bei gleichzeitig guter Kühlung. Hat man allerdings mehr als eine Festplatte, merkt man von einer Geräuschminderung nicht mehr viel, zumal die hochfrequenten Betriebsgeräusch der Festplatte vom Festplattengehäuse nicht sehr stark gedämmt werden.
Die hochwertige Optik und Verarbeitung sind hervorzuheben. Einziger Patzer den sich das Gehäuse hier erlaubte, war bei unserem Testexemplar eine schon von Anfang an defekte Festplatten-Aufhängung - alles andere ist exzellent verarbeitet. Es werden aber ausreichend Ersatz-Aufhängungen mitgeliefert.
Ein Manko sind die nur zweifach vorhandenen 5,25"-Schächte, drei wären hier besser gewesen.

{jumi
[caseresultbox.php]

Name: [Arctic Cooling Silentium T2 ]
Kategorie: [Gehäuse]

Bewertung
Platzangebot: [3.0]
Handhabung: [1.5]
Verarbeitung: [1.2]
Ausstattung: [1.5]

Preis: [ca. 99€]

Hersteller: [Arctic Cooling]
Vertrieb: [Listan]

Award: []

Pro: [gutes Lüftungskonzept]
Pro: [dämpfendes Festplattengehäuse]
Pro: [hochwertiges Netzteil]
Pro: []

Contra: [nur zwei 5,25"-Schächte]
Contra: []
Contra: []
Contra: []
}

 

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