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Projekt Silent-PC: Wasserkühlung Print E-mail
Sunday, 15 September 2002 of Joker

Einleitung

Im letzten Teil des Silent-PC Projekts haben wir festgestellt, dass -wie erwartet- auch nach dem Einbau der Dämmung der CPU-Lüfter das lauteste Element im PC ist.
Es gibt sicher mehrere Möglichkeiten, der Lautstärke des CPU-Lüfters Einhalt zu gebieten (Fan-Adapter, Lüftersteuerungen, spezielle Silent-Lüfter...).
Unsere Zielsetzung ist aber, das System so leise wie überhaupt möglich zu bekommen.
Daher werden wir uns in diesem Abschnitt um den Einbau einer Wasserkühlung kümmern.

Hinweis: Diese Anleitung ist primär für Leute gedacht, die sich in groben Zügen bereits mit dem Aufbau von Wasserkühlungen auskennen. Daher wird auf den Zweck der einzelnen Komponenten nicht näher eingegangen, es geht hier primär um den Einbau.

Vorbereitungen, Teil 1

Viele Leute haben immer noch Angst vor dem Gedanken, Wasser in nächster Nähe zum PC zu haben.
Diese Angst ist jedoch unbegründet. Horror-Geschichten von durch Wasserschäden zerstörten PCs sind IMMER Resultat unsachgemässen Einbaus oder mangelnder Wartung.
Es gibt eine Vielzahl an am Markt erhältlichen Wasserkühlsystemen. Sie sind alle derartig ausgereift, dass sie bei richtigem Einbau und regelmässiger Wartung vollkommen sicher sind.

02_wakue_01Als erstes gilt es natürlich, ein geeignetes System auszuwählen.
Dies kann nach Kostenkritieren, Leistungskriterien, und Optikkriterien erfolgen. Ich werde auf die Auswahl der Komponenten an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Ich habe mich jedenfalls für ein System der Firma aqua-computer entschieden. Auf dem Bild links seht ihr das gesamte System, die Dämmmatten aus dem letzten Teil des Projekts sind auch noch mit drauf.

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Wie ihr oben an den Komponenten sehen könnt, wird es sich um ein geschlossenes System handeln, bestehend aus CPU-Wasserkühler, Grafikkarten-Wasserkühler, Radiator mit (Silent-) Lüftern, Pumpe und Ausgleichsbehälter.
Ich möchte die Komponenten alle intern im Case verbauen, damit der Rechner nach dem Einbau genauso transportabel ist wie vorher. Das sorgt für eine saubere Optik, und man kann das Case nach wie vor zu LAN-Parties etc. mitnehmen.
Zunächst gilt es, für alle Komponenten einen geeigneten Platz zu finden.
Ich hab mich dafür entschieden, den Radiator oben auf der Laufwerksseite des Case anzubringen, und den Ausgleichsbehälter oben an der Mainboardseite.
Zunächst wird alles genau ausgemessen, und mit Bleistift angezeichnet.

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Danach ist unbedingt dafür zu sorgen, dass alle Komponenten aus dem PC entfernt werden.
Denn als nächstes müssen die Löcher für Ausgleichsbehälter und Radiator ausgesägt werden, was natürlich Metallspäne verursacht.
Für den Einbau sollte man sich einige Zeit lassen, und sehr vorsichtig arbeiten, denn wenn die Löcher erstmal falsch ausgesägt sind, ist es zu spät.
Wer den Rechner nicht so lang entbehren kann, kann ihn ja wie ich so lange ohne Case auf dem Schreibtisch Platz nehmen lassen Laughing.

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Bevor man die Ausschnitte für die Teile aussägt, sollten die Löcher für die Schrauben, mit denen sie später befestigt werden, bohren.
Sonst hat man das Problem, dass später das Oberteil des Case zu wackelig ist, um mit der Bohrmaschine den nötigen Druck ausüben zu können.

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Hat man alle benötigten Löcher gebohrt, so kann mit dem Ausschneiden der Löcher begonnen werden.
Vorher sollte man aber rund um die späteren Löcher das Case mit Klebeband abkleben, damit durch die Metallarbeiten keine Kratzer am Case entstehen.

Das Aussägen kann man natürlich mit einem Dremel machen, ich habe mich allerdings für eine Stichsäge entschieden.
Hierzu müssen vor dem Sägen natürlich noch ein oder mehrere Löcher gebohrt werden, so dass man das Sägeblatt der Säge dort durchstecken kann, um mit dem Sägen zu beginnen.

02_wakue_06Die Sägearbeiten mit der Stichsäge gehen völlig problemlos, vorausgesetzt man hat ein einigermassen frisches Metallsägeblatt. Dann geht es sozusagen "wie durch Butter".

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Hat man die Löcher ausgesägt, so sollte man sie mit einer geeigneten Feile noch nacharbeiten.
Erstens sieht es dann schöner aus, und zweitens passen die Teile dann natürlich auch besser.
Der Yeong-Yang-Cube stellte sich als relativ widerspenstig gegenüber einer Feile heraus Undecided.

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Damit der Radiator richtig passt, musste ich noch ein Stück der oberen Laufwerkkäfige heraussägen (auf dem Bild noch nicht erfolgt). Dadurch geht der obere 5,25"-Schacht für den Einbau von Laufwerken verloren. Auch die beiden 3,5"-Schächte gehen durch die Höhe des Radiators verloren.
Glücklicherweise passt ein 3,5"-Laufwerk in eine 5,25"-Blende eingebaut aber noch in den bearbeiteten obersten 5,25" Laufwerksschacht. Das sieht man auf späteren Bildern besser.

02_wakue_08

So sieht das Ganze fertig ausgesägt aus (die angesprochene Bearbeitung des oberen Laufwerksschachts ist hier aber noch nicht erfolgt).
Man kann nun die evtl. noch sichtbaren Bleistiftstriche abwischen. Allerdings war da bei mir mit blossem Wasser nichts zu machen, daher habe ich zum säubern etwas Nitro-Universalverdünnung verwendet.
Glücklicherweise gingen dadurch bloss die Bleistiftstriche ab, und nicht auch die Farbe Tongue out.

Nun sollte man mal grob die entstandenen Metallspäne entfernen. Das geht mit einem Staubsauger ganz gut, noch besser mit einem Kompressor.



 
 

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