Home Tutorials Silent-PC Dual HDD-Aquabox
 
Dual HDD-Aquabox Drucken E-Mail
Mittwoch, 21. Mai 2003 von Joker

Einleitung

Die Festplatten in einen bestehenden Wasserkühlkreislauf einzubinden kann sehr sinnvoll sein - dadurch sind allerdings sie natürlich nicht mehr vom Gehäuse entkoppelt, wie es beim 4. Teil unseres Silent-PC Projekts noch der Fall war.
Also muss man sich etwas neues einfallen lassen- was liegt näher als die gut gekühlten Festplatten in ein wirkungsvoll gedämmtes Gehäuse einzubauen, um so die nervenden Plattengeräusche zu eliminieren?
Da wir als Casemodder natürlich den Anspruch haben, dass das am Ende dann auch noch gut aussehen soll, kommt dieser Aspekt beim Bau unserer "Dual HDD-Aquabox" (für 2 Festplatten) natürlich nicht zu kurz.

Benötigte Komponenten

  • Alu-Riffelblech (gibts im Baumarkt)
  • Alu-Winkel (auch aus dem Baumarkt)
  • evtl. Stichsäge
  • Nieten, Nietzange
  • Dämmmatten zum Auskleiden des Gehäuses (ich habe die Silentstar-Matten verwendet)
  • Schraubzwingen, Schraubstock
  • Eisensäge, Metallfeile
  • Wasserfester Stift
  • Metallkleber
  • Bohrmaschine
  • Schrumpfschlauch, Abisolierwerkzeug, Lötkolben, Y-Stromstecker
  • optional: HDD-Entkoppler

Und natürlich wird eine HDD-Wakü benötigt. Wie in der Einleitung erwähnt, verwende ich für den Bau eine Dual-HDD-Wakü. Es kann natürlich auch ein entsprechend kleineres Gehäuse für eine einzelne Festplatte gebaut werden.

Materialkosten

Folgende Materialkosten kommen beim Nachbau dieses Tutorials ca. auf Euch zu (ohne Kleinteile und Werkzeug):

Alu-Riffelblech: bei OBI, je nach Musterung, ca. 20€ in einer für die Aquabox ausreichenden Größe
Alu-Winkel: bei OBI ca. 1€ pro Meter
Dämmmatten: ich habe Reste verwendet, für den Bau sollten 2-3 Matten reichen, das Stück kostet bei Low-Noise ca. 2.95€
Metallkleber: ich habe 2-Komponenten Epoxydharz verwendet, bei Conrad ca. 8€
HDD-Wakü: falls nicht schon vorhanden: bei Heattrap ca. 32€ für die Single-Version, ca. 55€ für die Dual-Version

Bau des Gehäuses

hddaquabox_01 Hier sehen wir das Rohmaterial für das Gehäuse.
Es handelt sich um 1mm dicke Aluplatten mit Fischgrätenmuster (im Baumarkt gibts eine reichhaltige Auswahl an verschiedenen Mustern), sowie um 7.5 x 7.5mm x 1mm Winkelbleche.
Diese werden später als Umrandung für die Deckel benutzt.

hddaquabox_02Die von mir gekauften Alubleche hatten idealerweise schon genau die richtige Breite.

Mit einem wasserfesten Stift wird zunächst eingezeichnet, an welchen Stellen das Blech später umgebogen wird, um es in seine Endform für das Gehäuse zu bringen.
Da die Länge wahrscheinlich nicht ebenfalls passen wird, wird der überschüssige Rest abgeschnitten, z.B. mit einer Stichsäge.

hddaquabox_03Zum Umbiegen eignet sich ideal ein gerades Holzstück (oder ein anderer fester gerader Gegenstand), das mit zwei Schraubzwingen genau an den eingezeichneten Biegekanten eingespannt wird.

hddaquabox_04Nun kann das Alublech entlang des Holzstücks problemlos gerade umgebogen werden. Im Bild wurden schon zwei Kanten auf diese Weise gebogen.

(Wie man im Hintergrund sehen kann, habe ich versucht, mit einem Hammer etwas nachzuhelfen. Dies hatte aber nicht den gewünschten Erfolg, und wurde daher nur bei einer Kante probiert *g*).
Umbiegen per Hand genügt.

hddaquabox_05Hat man dieses Spielchen viermal gemacht, schaut das Ganze schon halbwegs wie ein Gehäuse aus. Ich habe die Stelle, an der das gebogene Blech wieder zusammenkommt, nicht an eine Kante gemacht, sondern in die Mitte der Unterseite.

Auf diese Weise hat man vier gleichaussehende Kanten und sieht den Zusammenstoß nicht.

hddaquabox_06Stellt sich noch die Frage, wie man das Gehäuseblech nun in der Mitte zusammenfügt.

Ich habe zunächst ein Reststück des Alublechs verwendet, und versucht, es mit 2-Komponenten-Kleber auf die Stoßstelle des Blechs zu kleben.

Das hat leider nicht besonders gut funktioniert, daher habe ich mich entschieden, 4 Löcher in das Gehäuse zu bohren, um das Metallstück mit dem Gehäuse vernieten zu können, und es so zusammenzuhalten.

hddaquabox_07Auf diesem Bild sieht man das zusammengenietete Gehäuse.

An dieser Stelle habe ich gleichmal eine Einpaßprobe im Case gemacht- passt.

An den Rändern der Aquabox habe ich Dämmmatten ins Case geklebt, damit eventuelle Vibrationen nicht ans Gehäuse übertragen werden.

Die Löcher in der Aquabox, die auf diesem Bild zu sehen sind, waren ursprünglich für die Befestigung der Deckel vorgesehen. Letztendlich habe ich mich aber für eine andere Möglichkeit entschieden, daher ignoriert diese Löcher einfach.



 
 

Wer ist online?

Wir haben 37 Gäste online

Werbung