Blowhole Drucken E-Mail
Donnerstag, 07. Februar 2002 von Joker

Einleitung

Zur Verbesserung der PC-Kühlung kann es Sinn machen, das Case mit einem zusätzlichen Blowhole, also einem Einbauplatz für einen Lüfter, zu versehen. In diesem Tutorial zeigen wir euch wie man ein Blowhole für einen 120mm Lüfter erstellt, der die warme Luft an der Oberseite des Gehäuses nach außen transportiert. Das Werkzeug der Wahl wäre natürlich ein Dremel, allerdings lässt es sich auch anders bewerkstelligen.

Benötigte Komponenten

  • passenden Gehäuselüfter mit Lüftergitter
  • Schrauben, Beilagscheiben und Hutmuttern zum Befestigen des Lüfters
  • evtl. Gummiunterlegscheiben
  • evtl. Adapterkabel zum Anschließen des Lüfters
  • Bohrmschine
  • Seitenschneider, Feile

Durchführung

topblowhole_01Zuerst ist es notwendig, alles, und damit meine ich wirklich alles aus dem Gehäuse zu entfernen, was irgendwie mit Elektrik zu tun hat... inklusive Netzteil, Stromkabel, Laufwerke usw.

Mainboard, CPU und Steckkarten natürlich sowieso. Ansonsten kann es passieren, daß sich durch die Bohrungen entstehende Metallspäne in den Komponenten verfangen und evtl. Kurzschlüsse versursachen.
Auf dem Bild hier links ist mein Gehäuse fertig vorbereitet zu sehen. (Wer ein Gehäuse hat bei dem sich der obere Deckel einzeln abnehmenen läßt hat natürlich weit weniger Aufwand...)
Angezeichnet wird die Öffnung am besten mit einem passenen runden Gegenstand, der in etwa der zu bohrenden Öffnung entspricht.

topblowhole_02Das beste Werkzeug zum Ausschneiden einer Öffnung für einen Lüfter wäre eigentlich ein Dremel, aber da ich so ein Teil nicht besitze, habe ich mich anderer Methoden bedient...
Ich habe zunächst möglichst nahe am Rand des angezeichneten Kreises eng aneinanderliegende Löcher gebohrt.

topblowhole_03Etwa so sollte das Ganze nach ein paar Minuten aussehen...

topblowhole_04Nun wirds etwas schwieriger Wink... je nach Metallstärke der Dehäusewand.

Mit einem Seitenschneider habe ich die Verbindungsstege zwischen den gebohrten Löchern durchtrennt (das Metall war hartnäckiger als ich dachte). So sieht das Ganze dann schon einigermaßen brauchbar aus.

topblowhole_06Zum Schluß wirds nochmal richtig anstrengend:
Mit einer geeigneten halbrunden Feile wird die noch recht zackige Rundung dann genau ausgefeilt, so daß sie schließlich genau so groß wie angezeichnet ist.
Als nächstes benutzt man am besten das Lüftergitter, um Löcher für die Befestigung des Lüfters und des Gitters anzuzeichnen.Wenn alles soweit fertig ist sollte man das Gehäuse von allen Metallspänen säubern, z.B. mit einem Staubsauger.

topblowhole_05Nun kann der Lüfter mit den Schrauben befestigt werden. Bei dem von mir verwendeten Lüfter wären die Lüfterschaufeln bei der Bewegung am Gehäusemetall angestossen, deshalb habe ich zwischen Lüfter und Gehäusewand noch dünne Gummi-Unterlegscheiben befestigt (im vorherigen Bild sind sie mit drauf). Damit das Plastik des Lüfter nicht beschädigt wird sollte man noch Beilagscheiben unterlgen.

Damit das ganz dann schön aussieht habe ich statt normaler Muttern Hutmuttern auf der Außenseite verwendet.
Dann als letztes die ganze Hardware wieder in den Rechner bauen, Lüfter anschließen (Wenn am Mainboard noch ein Anschluß frei ist dann dort, ansonsten über ein Adapterkabel an einem Stromanschluß des Netzteils), und sich über die kühlere Temperatur freuen Cool.

Ergebnis

Nach ausgiebigen Tests konnte ich eine durchgehend um ca. 4Grad gesenkte CPU-Temperatur feststellen. Das wird natürlich je nach Gehäuse und System unterschiedlich ausfallen. Aber extrem gut sieht es in jedem Fall aus, und man ein Dremel oder eine Stichsäge ist für solche Arbeiten gar nicht unbedingt nötig.

 
 

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