LED-Fader Drucken E-Mail
Mittwoch, 24. April 2002 von Joker

Einleitung

Mit Operationsverstärkern lassen sich sehr interessante Effekte erzielen.
Wir möchten euch hier eine kleine Operationsverstärker-Schaltung vorstellen, die sich äußerst vielseitig einsetzen lässt. Es handelt sich prinzipiell nur um eine Schaltung, die eine LED zyklisch langsam an- und wieder ausschalten kann ("faden").
Das hört sich wahrscheinlich noch nicht besonders spannend an, doch wir zeigen euch drei Einsatzmöglichkeiten, die vielleicht das Potential der Schaltung deutlich werden lassen- weitere Einsatzmöglichkeiten seien dann Eurer Fantasie überlassen!

Benötigte Komponenten

Aufbau

ledfader_schaltplan.pngHier zunächst einmal der Stromlaufplan für die Schaltung.
Sieht auf den ersten Blick wahrscheinlich etwas kompliziert auf, ist aber gar nicht so wild.
Achtet darauf, dass auf dem Schaltplan einige Kreuzungen auftreten, die aber nicht verbunden werden müssen- nur die Kreuzungen, die mit einem "Knoten" markiert sind.
Als Eingangsspannung werden 5V verwendet!
In dem IC LM324N sind 4 Operationsverstärker enthalten, von denen hier aber nur zwei benötigt werden (daher sind an der rechten Seite des ICs nur so wenige Pins angeschlosssen)
Für den IC verwendet man am besten einen Sockel, das ist aber natürlich nicht zwingend notwendig.
Durch Veränderung des Widerstands am Poti ist die Geschwindigkeit einstellbar, mit der die LED ein- und ausfadet. Achtet auch darauf, dass der Elektrolyt-Kondensator richtig herum eingebaut werden muss- die "+"-Seite ist im Plan markiert.

ledfader_01.jpgWie üblich lässt sich die Schaltung am besten auf ein kleines Stück Lochrasterplatine aufbauen.
Hierzu am einfachsten die Bauteile so ähnlich anordnen, wie auch auf dem Stromlaufplan, so dass die Anschlüsse für die Stromversorgung auf der einen Seite liegen, und die Anschlüsse für die LED mit dem Vorwiderstand (im Stromlaufplan unterhalb des Transistors) auf der anderen.
Ich habe bei meinem Aufbau die LED und auch den Vorwiderstand nicht mit auf die Platine gebaut, sondern für einen "externen Anschluss" vorgesehen.
Es können durch die Verwendung des Transistors auch mehrere LEDs mit Vorwiderstand angeschlossen werden, wie im Schaltplan angedeutet. Mehr als 10 sollten es allerdings nicht sein.

Ein paar Worte noch zum Vorwiderstand für die LED. Die Größe des Vorwiderstand ist bei dieser Schaltung nicht so besonders wichtig und muss daher nicht sehr genau bemessen werden.
Es genügt, den Vorwiderstand für jede LED ungefähr in der Größenordnung 200-400 Ohm auszulegen. Nun zu den Einsatzmöglichkeiten.
Einsatzmöglichkeiten gibt es eigentlich unendlich viele, einige interessante seien hier mal kurz vorgestellt.
Da man auf Standbildern die Funktion der Schaltung nicht beurteilen kann, gibt es jeweils ein kurzes DivX-Video dazu (benötigt: DivX-Codec).
Ich muss vielleicht noch dazusagen, dass meine Webcam den Effekt nicht besonders gut einfangen kann, da sie bei hellem, frontalen Lich die Farben nicht mehr richtig darstellt... Soll heißen, in natura sieht das alles noch etwas besser aus .

ledfader_03.jpgMöglichkeit 1:

Die einfachste Möglichkeit wäre, eine einzelne LED anzuschliessen, z.B. die Power-LED des PCs; so kann man das langweilige Dauerlicht der LED durch den optisch viel ansprechenderen LED-Fader ersetzen.

ledfader_02.jpgMöglichkeit 2:
Optisch noch interessanter ist z.B. der Anschluss der MHz-Anzeige an die Schaltung.
Hat man eine aktuelle Top-CPU im Gehäuse, kommt die MHz-Anzeige noch besser zur Geltung :-)

ledfader_04.jpgMöglichkeit 3:
Der Anschluss der PC- Innenbeleuchtung.
Wer meine Tutorials verfolgt hat, weiss, dass wir ja mittlerweile mehrere Betriebsmodi für die Beleuchtung haben (aus, Dauerlicht, HDD-Flasher, Sound-to-Light).
Mit der LED-Fader-Schaltung käme noch ein 5. Modus hinzu... Resultat: ein geheimnisvoll blinkender Tower.

Ergebnis

Eine kleine Schaltung, die sehr universell einsetzbar ist. Nun seid ihr dran, neue Einsatzmöglichkeiten für die Schaltung zu finden!
Wie angesprochen, gibt es da eigentlich unendlich viele- fast jede LED bzw. LED-Schaltung kann an die Schaltung angeschlossen und mit dem interessanten Fade-Effekt versehen werden.

 
 

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