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Sound-to-Light Modul Drucken E-Mail
Sonntag, 06. Januar 2002 von Joker

Einleitung

Auf die Idee für diesen Mod bin ich eher zufällig gekommen.

Ich hatte mir den HDD-Light-Flasher gebaut, der die Gehäuseinnenbeleuchtung bei Festplattenzugriffen blinken lässt. Dann habe ich irgendwann mal MP3s am Rechner gehört, wobei natürlich auch Festplattenzugriffe erfolgten, und die Beleuchtung blinken liessen. Da habe ich mir dann gedacht:
"Cool wär es jetzt eigentlich, wenn die Beleuchtung im Takt zur Musik blinken würde". Darum geht es in diesem Mod, eine kleine Schaltung, mit der so etwas möglich ist.

Benötigte Komponenten

Um die Schaltung als Erweiterung für den HDD-Light-Flasher zu verwenden:

Aufbau der Schaltung

soundtolight_schaltplan

Zunächst ist hier einmal der Schaltplan zu sehen .
Sie wird von einem PC-Stromstecker mit 12V Versorgungsspannung gespeist (gelbes und schwarzes Kabel).
Um die Signale der Musik aufzunehmen, habe ich das kleine Kondensatormikrofon verwendet.
Dadurch ist die Schaltung entkoppelt von der Musikquelle, eventuelle Schaltungsfehler können so nicht auf die Musikquelle zurückwirken.
Man hat außerdem leicht die Möglichkeit, die Position des Mikrofons zur Musikquelle zu verändern, und so das Blinkverhalten zu optimieren.

In den nächsten paar Abschnitten erkläre ich zunächst ein paar prinzipelle Abschnitte zur Schaltung, danach gehts um das Aufbauen selber.

Die Schaltung enthält zwei Potentiometer, mit der die Schaltung an die verwendeten LEDs angepasst werden kann und weitere Optimierungen durchgeführt werden können.
Mit dem Potentiometer R1 lässt sich die Spannung verändern, mit der das Mikrofon versorgt wird. Dadurch lässt sich die Blinkhelligkeit der LEDs etwas "tunen".
Allerdings sollte das Potentiometer niemals längere Zeit auf 0 Ohm gestellt werden. Das gilt auch für das andere Potentiometer R2.
Mit diesem lässt sich das Blinkverhalten etwas verändern, und so der Musik etwas anpassen (mehr basslastig, mehr höhenlastig...)
Mit etwas probieren sollte jeder sein optimales Ergebnis finden.
Das Kondensatormikrofon hat eine Polung, d.h. es muss richtig herum angeschlossen werden, sonst funktioniert es nicht. Falls Eure Schaltung überhaupt keine Funktion zeigt, ändert die Polung des Mikrofons!

soundtolight_01Das Bild hier zeigt ein Poti von unten (Lötseite). Von der anderen Seite wird das in der Bauteilliste erwähnte Drehrad hineingesteckt, mit dem sich der Wert des Widerstand durch Drehen verändern lässt. Dreht man das Rad (befindet sich aus der dargestellten Untenansicht gesehen auf der anderen Seite) komplett in Richtung von Anschluss 3, so liegt zwischen Anschluss 1 und Anschluss 3 (also so wie das Poti im Schaltplan auch angeschlossen ist) Null Ohm, und zwischen Anschluss 1 und 2 liegt der Nennwert des Potis. Dreht man nun das Drehrad in Richtung Anschluss 2, so wird der Wert zwischen Anschluss 1 und 3 größer, und der Wert zwischen Anschluss 1 und 2 entsprechend kleiner.
soundtolight_02Das Blinkverhalten hängt trotz aller Optimiermöglichkeiten natürlich davon ab, wo man das Mikrofon plaziert.
Zunächst muss man sagen, dass das Mikrofon relativ nahe am verwendeten Lautsprecher angebracht werden muss.
Am meisten Möglichkeiten hat man natürlich, wenn man Mehrwegelautsprecher hat, dann kann man nämlich das Mikrofon wahlweise in das Bassreflexroh plazieren, um die Schaltung vorrangig auf die Bässe ansprechen zu lassen, oder in der Nähe eines Hoch- oder Mitteltöners, um die gewünschten Tonhöhen entsprechend aufzunehmen.
Ein Anschluss der Schaltung direkt an die Soundkarte ist nicht ohne weiteres möglich. Durch die Verwendung des Mikrofons als Tonaufnahmequelle ist das Modul"universell" einsetzbar für beliebige Musikquellen, nicht nur für Musik, die von der Soundkarte kommt.

Über eine mehrstufige Transistorschaltung wird das Signal nach der Einkopplung verstärkt, um die nötige Leistung zu produzieren, die die LEDs ansprechen lässt.
soundtolight_03Idealerweise baut man die Schaltung natürlich auf einer kleinen Lochrasterplatine auf, die man am besten aus einer Europlatine mit einer kleinen Säge oder ähnlichem herraussägt.
So kann man das ganze ordentlich gestalten. Das Kabel zum Mikrofon muss man natürlich entsprechend lang machen, um es an der gewünschten Musikquelle plazieren zu können.

Das Bild zeigt die Schaltung von oben, die Potis zum Einstellen des Blinkeffekts mit den roten aufgesetzten Drehrädern sind hier gut zu erkennen.
Da das Bild die Oberseite und nicht die Lötseite zeigt, sind aus dieser Ansicht jeweils der obere und der untere linke Anschluss angeschlossen. Das linke Poti ist hier fast auf Null Ohm eingestellt, das rechte etwa auf 50% des Nennwerts (siehe Pfeilrichtung auf dem Rad).
soundtolight_04Da ein Kondensatormikrofon auf Luftschwingungen reagiert, kann man am besten die Funktionfähigkeiten testen, indem man das Mikrofon in die Hand nimmt, und leicht mit dem Mund daraufbläst.
Dadurch sollte die LED maximal hell aufleuchten, da Musik natürlich nicht solch "gewaltige" Luftbewegungen erzeugt.
Auf dem Bild links ist die Schaltung noch einmal von unten zu sehen.

soundtolight_05 Zum Testen habe ich erstmal zwei LEDs mit Vorwiderständen direkt an die Schaltung angeshlossen. Ist die Schaltung getestet und funktionsfähig, kann man sie noch mit "echter" Musik testen und mit Hilfe der Potis einstellen, dann ist das gröbste geschafft.
Wir haben ein Video vorbereitet, das die Schaltung in Betrieb zeigt. Dieses Video findet ihr im Anhang dieses Tutorials.
soundtolight_06 Nun möchte ich noch darauf eingehen, wie man die Schaltung als Erweiterung zum HDD-Light-Flasher verwenden kann.
Dazu ist der Stufen-Drehschalter nötig. Er hat von Haus aus zwölf Schaltpositionen.
Wenn man die oben am Griff befestigte Mutter abschraubt, findet man darunter allerdings einen Klemmring und einen Metallring mit einer Nase. Diesen nimmt man heraus, und findet darunter mehrere Löcher, die mit Zahlen beschriftet sind. Die Nase des Rings plaziert man so, dass sie in das Loch mit der Nummer 4 einrastet. Damit hat der Schalter nur noch 4 Schaltpositionen, der Rest ist gesperrt
(Vor der Plazierung des Rings muss der Schalter in die ganz linke Stellung gebracht werden).
Ich weiß, das ist jetzt etwas schwer nachzuvollziehen, aber wenn ihr den Schalter selber in der Hand habt, kommt ihr gleich drauf wie es gemeint ist.
soundtolight_multiDie 4 Schaltpositionen sind für folgende Betriebsarten gedacht:

1. Licht aus
2. Licht dauerhaft an
3. HDD-Flasher
4. Sound-to-Light

Die Anschlüsse des Schalters sind auf der Unterseite mit Buchstaben und Zahlen beschriftet, wenn ihr ihn beschaltet wie nebenstehend zu sehen (draufklicken zum Vergrößern), werden die 4 Betriebsarten entsprechend obenstehenden Schaltpositionen realisiert. Der Schalter ist oben rechts im Schaltplan von unten gesehen dargestellt. Um die Übersichtlichkeit zu erhöhen, habe ich die Anschlüsse, die zum Schalter führen, schematisch nur per Text angegeben, anstatt sie zum Schalter selbst zu zeichnen. Der Schaltplan besteht aus der Zusammenschaltung des unveränderten HDD-Light-Flashers und dem Sound-to-Light-Modul. Lediglich der Widerstand R1 des HDD-Light-Flashers musste an eine andere Position versetzt werden.

Der Schalter kann nun an geeigneter Stelle in den PC eingebaut werden, und mit dem Drehknopf versehen werden. Fertig!

Ergebnis

Die Schaltung erzeugt einen sehr netten Effekt im Zimmer beim Musikhören. Eine ideale Erweiterung des HDD-Light-Flashers. Die Schaltung kann natürlich auf unabhängig vom PC genutzt werden, sie braucht nur eine beliebige 12V-Versorgungsspannung.

 
 

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