Thermaltake Mozart TX Drucken
Testberichte - Gehäuse
Freitag, 17. November 2006 von Christian

news_mozarttxFür User die viel Platz in einem Gehäuse benötigen, zum Beispiel für eine umfangreiche Wasserkühlung oder eine größere Anzahl von Laufwerken und Festplatten, stehen leider nicht sehr viele Gehäuse zur Verfügung. Nun hat die Firma Thermaltake diese Auswahl um ein interessantes Gehäuse erweitert: das Thermaltake Mozart TX.
Welche Features und welches Platzangebot dieses Gehäuse bietet, werden wir uns im folgenden Test genauer ansehen.



Unser Dank geht dabei an die Firma Thermaltake, die uns das Gehäuse schnell und unkompliziert zu Verfügung gestellt hat.

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Verpackung

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Das Gehäuse erreichte die moddingtech.de Redaktion in einer Pappschachtel, auf der alle Daten und Features aufgedruckt sind. Auf diese Daten und auf die Features des Gehäuses werden wir im Verlaufe dieses Tests natürlich noch weiter eingehen.

Das Gehäuse selber ist noch mals mit Styropor und mit einem Plastiksack geschützt. Durch den Plastiksack ist auch ein leichtes Befreien des Gehäuses aus der Pappverpackung möglich.

Modelle und Daten

Das Thermaltake Mozart TX ist grundsätzlich in 4 Varianten zu erwerben:

  • Schwarz - mit Window (VE1000BWS)
  • Schwarz - ohne Window (VE1000BNS)
  • Silber - mit Window (VE1000SWA) = unser Testmodell
  • Silber - ohne Window (VE1000SNA)

Daten zum Gehäuse:

Farbe/Modell: Silver (VE1000SWA)
Masse: 330 x 360 x 720 mm ( L x B x H )
Material: Aluminium
Kühlung: Front: 2x 12cm vorinstalliert und bis zu 5x 12cm Lüfter erweiterbar
Rückseite: 3x 12cm vorinstalliert und bis zu 5x 12cm und 1x 8cm Lüfter erweiterbar
Motherboard:
(2  in einem Gehäuse möglich)
Linke Seite: ATX, MicroATX, BTX, MicroBTX, NanoBTX, Pico BTX
Rechte Seite: Mini-ITX
Einschübe: 5x 5.25" ; 6x 3.5" ; 1x Floppy ; 1x 7" ;
Frontanschlüsse: E-SATA; 4x USB 2.0; IEEE 1394 Firewire; Mikrofon- und Kopfhörerbuchse;
Gewicht: 9.0 kg

Gehäusefront

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Die Front des Mozart TX wird in schwarz und silber gehalten und wirkt sehr edel. Weiterhin lassen sich in die Front noch ein Display (über Diskettenlaufwerk) und ein selbstausfahrbarer 7" LCD-Monitor installieren. Die Abdeckungen für die Laufwerke sind nicht wie bei den meisten Gehäusen geschlossen, sondern mit Löchern versehen, wodurch eine bessere Kühlung möglich ist.

Wenn wir die Frontabdeckung entfernen, so sehen wir dass jeder Lüfter durch einen Staubfilter geschützt ist. Dadurch verschmutzen die Lüfter nicht so schnell, es wird aber auch weniger Staub ins Gehäuse befördert. Außerdem ist die Frontabdeckung mit einem Schaumstoff beklebt um eventuelle Vibrationen zu mindern.

Im Mozart TX können 2 Systeme verbaut werden. Aus diesem Grund hat Thermaltake auf beiden Seiten des Gehäuses Türen angebracht, wodurch ein schnelles Öffnen und Arbeiten im Gehäuse möglich ist.

Seitenteile

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Um die Sichtfenster in beiden Seitentüren in der Verpackung nicht zu beschädigen oder zu verkratzen, werden diese nochmals zusätzlich mit einer Plastikfolie geschützt.

Wie schon erwähnt, lassen sich beide Seitentüren sehr schnell und einfach öffnen, wodurch eine Erweiterung des Systems schnell von der Hand geht. Beide Türen sind absperrbar um unliebsahme Hände aus dem Case fernzuhalten.

Das Netzteil wird beim Mozart TX so montiert, dass es die erwärmte Luft aus dem Gehäuse bläst.


Rückseite

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Die Rückseite bietet idealen Platz für zwei Dualradiatoren, welche außerhalb oder auch im Inneren des Gehäuses montiert werden können. Durch die zwei 12cm Lüfter in der Front und die drei 12cm Lüfter an der Rückseite entsteht ein idealer Luftstrom für das gesamte Gehäuse. Dadurch wird nicht nur die Gehäusetemperatur niedrig gehalten, sonder auch die Temperatur der Komponenten, welche sich im Luftstrom befinden (z. B.: Motherboard, Speicher).
Aber auch ein externer Radiator wäre beim Mozart TX kein Problem. Im unteren Bereich der Rückseite befinden sich Öffnungen wodurch sich Schläuche oder Kabel aus dem Gehäuse führen lassen.

Gehäuseboden

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Wie von anderen Gehäuseherstellern bekannt, besitzt das Gehäuse ausklappbare Füße. Diese sollen bei Bedarf für mehr Standfestigkeit sorgen und sind in silber gehalten.
In den Frontabdeckungen befinden sich zwei Aussparungen, wodurch mehr Luft angesaugt werden kann.

Gehäusedeckel

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Im Gehäusedeckel ist eine Vertiefung und das Thermaltake Logo eingearbeitet. Der Gehäusedeckel wurde beim Mozart TX doch schlicht gehalten. Etwas wird die Optik noch durch die abgerundete und polierte Kante der Frontabdeckung angehoben.

Lieferumfang und Handbuch

Bevor wir nun zum Innenleben des Mozart TX kommen wollen wir uns noch den Lieferumfang und das Handbuch ansehen.

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Im mitgelieferten Handbuch werden sämtliche Themen wie Öffnen des Gehäuses, Einbau der Hardware, Anschluss der einzelnen Kabel, Steckerbelegung aber auch welche Schraube wozu verwendet werden soll beschrieben. Das Handbuch liegt nur in der englischen Version bei, was aber durch die leicht verständlichen Bilder ein nicht all zu großes Problem sein dürfte.

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Im Lieferumfang des Mozart TX enthalten:

  • Alle benötigten Schrauben
  • SATA Kabel
  • ATA Kabel
  • Schlüssel für Seitentüren
  • Schutzringe für die vorgestanzten Öffnungen an der Gehäuserückseite
  • Kabelbinder
  • Handbuch

Innenraum

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Das Thermaltake Mozart TX ist nicht nur in vier Modellvarianten verfügbar, sondern muss auch in Zonen aufgeteilt werden:

1) Festplatten/Floppy

2) Laufwerke

3) ATX, MicroATX, BTX, MicroBTX, NanoBTX, Pico BTX System

4) Mini-ITX System

Zone 3

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Auf dem linken Foto können wir die Zone 3 erkennen. Hier können verschiedene Mainboardtypen montiert werden: ATX, MicroATX, BTX, MicroBTX, NanoBTX, Pico BTX . Durch den Lüfter in der Front und an der Rückseite des Gehäuses, werden die Komponenten in dieser Zone einen optimalen Luftstrom ausgesetzt.
Wie wir den Kabelsalat am besten beseitigen, werden wir uns dann im "Einbau der Hardware" Teil genauer ansehen.

Zone 1

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In der Zone 1 sind die Festplatten und die Floppy untergebracht. Ein 12cm Lüfter ist bereits vor dem Festplattenkäfig vorinstalliert und sorgt für eine optimale Belüftung der Festplatten.
Wie schon erwähnt, ist die Rückseite ideal für zwei Dual-Radiatoren welche entweder im Inneren des Gehäuses oder außerhalb montiert werden können.

Zone 2 und Zone 4

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In diesem Bild sehen wir Zone 2 (obere Zone) und Zone 4 (obere Zone). In Zone 4 kann ein Mini-ITX System untergebracht werden, oder als Unterbringungsort für Wasserpumpe(n) oder weitere Komponenten genutzt werden.
In Zone 2 befinden sich die Laufwerke bzw. sonstige 5.25" Peripherie.


Testsystem


powered by:
CPU: Intel Core 2 Duo 6400; vorgetestet auf 460FSB PC-Tweaker
Mainboard Gigabyte GA-965P-DQ6; F5C Bios; vorgetestet auf 460FSB PC-Tweaker
Speicher: Super Talent T800UX2GC4
Kühlung: 2fach Radiator; Laing DDC-1T; Alphacool NexXxoS XP light; Alphacool
Netzteil: Chieftec 560W
Grafikkarte: Club3d 7900GT @630/1700MHz Grafikkartenpower
Festplatten: 2x 120GB SATA Maxtor; Raid0 PC-Tweaker
Laufwerke: BenQ DVD Brenner
LG DVD Brenner
Gehäuse: Thermaltake Mozart XT

Einbau der Hardware

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Dank dem gut bebilderten Handbuch sollte es beim Einbau der Hardware keine all zu großen Schwierigkeiten geben. Wir möchten aber trotzdem kurz darauf eingehen um auch hier einen kleinen Einblick geben zu können.
Wir beginnen dabei mit dem Einbau der Festplatte(n). Das Befestigen der Festplatte geschieht mittels Schrauben und geht leicht und schnell von der Hand. Durch die Gummiauflagen wird die Festplatte vom Gehäuse entkoppelt und verhindert somit ein mögliches vibrieren der Festplatte(n). Für die Montage muss der Festplattenkäfig aus dem Gehäuse entfernt werden. Dabei müssen lediglich 2 Schrauben unterhalb und eine Schraube oberhalb des Festplattenkäfigs entfernt werden.

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Auch der Einbau von Laufwerken ist kein großes Problem. Zuerst muss die Schraube links und rechts des jeweiligen Slots entfernt werden. Dadurch kann die Abdeckblende aus der Front entfernt werden. Danach kann die Plastikhalterung nach Hinten verschoben werden. Nun nur noch das Laufwerk in den Slot schieben und danach die Plastikhalterung wieder in deren Ursprungsposition schieben.

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Nach den Laufwerken beginnen wir mit dem Einbau des Motherboards und der Steckkarten. Zum Montieren des Motherboards muss nicht viel gesagt werden. Dies wird einfach mittels Schrauben auf die Mittelwand des Mozart TX befestigt. Ein Highlight ist allerdings der Mainboardschlitten, welcher durch 8 Schrauben an der Rückseite befestigt ist. Durch das Entfernen dieser 8 Schrauben kann der Mainboardschlitten aus dem Gehäuse entnommen werden und sowohl Mainboard als auch die Steckkarten können außerhalb des Gehäuses montiert werden.
Zum Einbau von Steckkarte muss keine Schraube verwendet werden. Dazu muss man zuerst die Halteklammer lösen, danach die Steckkarte am Motherboard installieren und dann wiederum die Halteklammer einrasten lassen. Wir hatten mit diesem System kein Problem und die Karten steckten fest an ihrem Platz.

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Nun wo alle Komponenten eingebaut sind benötigen wir dafür natürlich noch ein Netzteil. Das Netzteil wird zwischen der Zone 2 und Zone 4 eingebaut. Wie schon erwähnt wird das Netzteil so montiert, dass die warme Luft sofort wieder aus dem Gehäuse transportiert wird. Durch die Öffnungen unterhalb und neben dem Mainboardschlitten können die Kabel einfach an deren Verwendungsort verlegt werden.

Bevor wir nun zum Fazit kommen, möchten wir euch noch 3 Bilder mit eingebauter Hardware zeigen. Im gesamten Testverlauf kam es zu keinerlei erwähnenswerten Problemen.

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Fazit

User die ein Gehäuse mit viel Platzangebot suchen, treffen mit dem Thermaltake Mozart TX mehr als nur die richtige Wahl. Das Mozart TX konnte die moddingtech.de Redaktion vollkommen überzeugen.

Die Verarbeitung ist sehr sauber, keine scharfen Kanten, kein Kratzer in den Sichtfenstern oder der Lackierung. Wo wir etwas Kritik ansetzen müssen sind eindeutig die Lüfter. Diese sind bei 12Volt-Betrieb sehr laut und desweiteren wurden diese auch nicht vom Gehäuse entkoppelt. Als Gegenmaßnahme haben wir schwingungsdämpfende Lüfterhalterungen montiert und den Stecker auf 7V umgepolt. Und siehe da, die Lüfter sind zwar noch hörbar, verursachen aber kein lautes bzw. nerviges Geräusch und haben immer noch genügend Leistung.

Das Thermaltake Mozart TX kann mit dem nötigen Kleingeld auch noch erweitert werden. So bietet die Firma Thermaltake noch ein Media Lap (Multi Funktions IR Panel) und ein 7" LCD Display an.
Noch ein kleiner Tipp von der moddingtech.de Redaktion: User die sich das Gehäuse anschaffen, sollten vorher überprüfen, ob auch ausreichend lange Kabel (SATA, IDE, Floppy) zu Verfügung stehen ansonsten sollten diese gleich mitbestellt werden.

{jumi
[caseresultbox.php]

Name: [Thermaltake Mozart TX ]
Kategorie: [Gehäuse]

Bewertung
Platzangebot: [1.2]
Handhabung: [2.0]
Verarbeitung: [1.2]
Ausstattung: [1.5]

Preis: [ca. 215€]

Hersteller: [http://www.thermaltake.de]
Vertrieb: []

Award: [award_mozarttx]

Pro: [Platzangebot]
Pro: [Staubfilter für Lüfter]
Pro: [Handbuch sehr gut bebildert]
Pro: [Sehr saubere Verarbeitung]

Contra: [Lüfter bei 12V recht laut]
Contra: [Lüfter mit normalen Schrauben befestigt]
Contra: []
Contra: []
}

 

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