Spire Swordfin SP-9700B Drucken
Montag, 05. Juni 2006 von KeyF

news_spire_swordfin_sp9007bUm aus der Masse herauszustechen werden viele aktuelle Gehäuse mit besonderen optischen Merkmalen ausgestattet. Leider werden die Dinge auf die es bei einem guten Gehäuse eigentlich ankommt dabei häufig vergessen. Wir schauten uns das Spire Swordfin SP-9007B an, das ohne optischen Schnickschnack auskommt.

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Daten

  • Größe: 471x205x520mm (L x B x H)
  • Gewicht: 13,2 Kg
  • Material: Blech / Plastikfront
  • Farbe: Anthrazit
  • Einschübe: 4x 5,25“; 6x 3,5“
  • Lüfter: 2x 120 mm (1x vorne, 1x hinten)
  • Anschlüsse: 2x USB 2.0, 1x Sound, 1x Mikrofon

Eine Anmerkung in eigener Sache, die Gehäusedaten auf der Spire Seite stimmen nicht mit dem gelieferten Gehäuse überein. Weder die vier 80mm Lüfter noch der herausnehmbare Mainboardschlitten ist bei dem Testmuster vorhanden.

Lieferumfang & Äußerliches

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Geliefert wird das Gehäuse in einem braunen Karton auf dem nur das Firmenlogo aufgedruckt ist. Zum Schutz sind die Ecken in Styropor eingepackt und das Gehäuse in eine Plastikfolie gehüllt.

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Im Gehäuse findet sich ein Beutel in dem alle Schrauben und Schienen aufbewahrt werden. Der Schlüssel für das seitliche Schloss ist im Gehäuse mit einem Klebestreifen an die Wand geklebt.

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Die Lackierung ist sauber und es sind keine Fehler zu erkennen, die Plastikteile sind etwas heller geraten als die Lackierung, was allerdings nicht unangenehm auffällt. In beide Gehäuseseiten sind Lüftungsschlitze eingearbeitet um die Frischluft nicht durch die optischen Laufwerke zu saugen.

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Ein Netzteil ist nicht eingebaut, was aber leicht zu verschmerzen ist, da viele der beigelegten Netzteile oft gegen bessere Modelle ausgetauscht werden.

Das Gehäuse wirkt von außen eher schlicht, lediglich die Front hat etwas Design abbekommen und passt sehr gut zum Rest des Gehäuses, das ohne Fabrikmodding auskommt.

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Innenleben & Besonderheiten

Die Front ist mit einem Standart Ringschlüssel abschließbar und von innen ist ein grober Staubfilter angebracht, der zum Reinigen herausnehmbar ist. Hinter der Front verschwinden Laufwerke die nicht in passender Farbe verfügbar sind, auch der Power und Reset Knopf sind jetzt nicht mehr frei zugänglich.

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sp9007_34Das Gehäuse bietet in der Front Anschlüsse für ein Headset, Firewire und einen USB 2.0. Leider verschwendet man dadurch einen On Board USB Anschluss da nur ein Port abgegriffen wird. Auch die Position ist ungünstig am Fuße des Gehäuses gewählt, da die meisten Gehäuse am Boden stehen, fährt man leicht mit dem Bürostuhl dagegen. Die Anschlüsse werden vor Staub durch eine Klappe mit Druckverschluss gesichert.

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An beiden Seitenwänden ist ein Verschlussmechanismus vorhanden, aber nur auf der Seite wo auch die Komponenten zugänglich sind, ist ein Schloss mit eigens codiertem Schlüssel angebracht. Sehr gut also für Lanpartys wo der Rechner mal unbewacht ist.

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Der Festplattenkäfig ist mit drei Rädelschrauben befestigt und ist somit bei Bedarf herausnehmbar. Vor ihm ist der vordere 120er Lüfter installiert der für die Kühlung der Festplatten verantwortlich ist. Leider liegen die ubere und untere Festplatte nicht mehr im Luftstrom, hier währe der Schritt auf die neuen 140er Lüfter nicht verkehrt gewesen.

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Bei geschlossenen Gehäuse ist auch hinter der Festplatte noch genügend Platz, hier wurde darauf geachtet das auch SATA Festplatten installiert werden können. Bei Vollbestückung kann es dennoch mit den ganzen Kabeln etwas eng werden.

Der Hintere 120er Lüfter sitzt in einer Plastikhalterung, die Vibrationen mindert, und kann bei der Installation des Mainboards einfach herausgenommen werden.

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Das Plastik ist sehr steif und zeigt schon nach zwei umbauten Bruchspuren. Leider ist der Lüfter nur über einen vierpoligen Stecker ausgestattet und kann so nicht über das Mainboard überwacht und gesteuert werden.

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Unangenehm sind einige Stellen im Gehäuse aufgefallen die nicht ordentlich entgratet wurden. Die Stabilisierungswinkel, die Netzteilaussparung und die Festplatteneinschübe sind nicht gefalzt wie der Rest vom Gehäuse und haben teilweise scharfe Kanten. Besonders ärgerlich ist die Slotpanelhalterung, sie ist außerhalb des Gehäuses eingehakt und damit von Außen zu erreichen. Hier muss man beim Transport und beim einstecken der Kabel vorsichtig sein.

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Eine Besonderheit ist uns erst beim Einbau aufgefallen. In der Front ist ein Gerät integriert was ein Anionisator sein soll. Wir haben etwas gegoogelt und haben herausgefunden das mit so einem Gerät die Luft mit Anionen angereichert werden soll. Angeblich hilft das Schadstoffe in der Luft zu binden und soll Erleichterung für Allergiker bringen. An sich keine schlechte Idee so etwas am Lufteinlass in der Front zu integrieren, bloß wurde das Feature mit keinem Wort in der Beschreibung erwähnt.


Einbau

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Für die Befestigung der 5,25“ Laufwerke werden spezielle Schrauben mit höheren Köpfen, verwendet. Das Laufwerk wird in den Schacht eingeschoben bis es einrastet und von einer Metallklammer gehalten wird. Das Laufwerk kann dann noch mit dem Gehäuse verschraubt werden um eine festere Verbindung mit dem Gehäuse sicherzustellen und Vibrationen zu mindern.

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Das Schienensystem für die 3,5“ Festplatten ist schraubenlos und für jedermann ohne Probleme zu verwenden. Die Schienen haben zwei Stifte die in die Laufwerkgewinde passen und werden einfach hineingedrückt. Durch das Einschieben in den Käfig werden die Schienen gehalten.

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Der Diskettenlaufwerkskäfig ist nicht herausnehmbar und hier wird klassisch geschraubt. Wem die 6 Festplattenhalterungen nicht langen, kann hier unter dem Floppy noch eine Festplatte ohne aktive Kühlung einbauen.

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Das Netzteil passt perfekt in die herausnehmbare Halterung, leider sind hier die Kanten nicht gut entgratet und man kann sich leicht schneiden. Über dem Netzteil ist noch etwas Platz, den man allerdings nicht wirklich sinnvoll nutzen kann.

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Das Mainboard kann ohne Probleme eingebaut werden, vor dem Einbau sind allerdings die Sechskantschrauben anzubringen, was aufgrund der guten Beschriftung kein Problem ist. Auf der Rückseite wurden die Bohrungen nicht entgradet und man kann sich leicht daran verletzen wenn man die Rückwand abnimmt.

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Die Kodierung der Anschlüsse für die Front USB Ports sind im Handbuch beschrieben und machen keine Probleme. Auch die Audioanschlusse und die LEDs sind gut beschriftet und sind schnell richtig eingesteckt. Wie bereits erwähnt, gibt es nur einen USB Anschluss, da die meisten Motherboards allerdings immer zwei Ports zum Anschließen vorsehen, bleibt ein Port auf dem Board ungenutzt.

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Der Einbau der IO Karten ist schraubenlos. Alle Slots werden von einem einzigen Kunststoffriegel festgehalten. Wem das zu unsicher ist, z.B. bei schweren Grafikkarten, oder der Riegel verloren geht, kann die Karten auch festschrauben.

Nach dem Einbau wirkt alles recht geräumig und es ist noch genügend Luft im Gehäuse. Behilflich bei dem Kabelmanagement sind auch die zwei Kabelhalter die mitgeliefert werden.

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Fazit

Das Gehäuse sticht nicht aus der Masse hervor, ist aber ein sehr solides Gehäuse welches ein paar kleine Macken hat. Wer mit den scharfen Kanten leben kann, bekommt ein Gehäuse das genügend Luft zum erweitern bietet. Die Anzahl an Laufwerken und die zwei 120er Lüfter sowie das Schienensystem ist das was man sich heute von einem Gehäuse erwartet. Lediglich einen Lüfter an der Seite für die Grafikkarten wünscht man sich noch. Für eigene Moddingprojekte ist das Gehäuse bestens geeignet, es hat genügend Platz und wird nicht durch Fabrikmodding verunstaltet.

{jumi
[caseresultbox.php]

Name: [Spire Swordfin SP-9007B]
Kategorie: [Gehäuse]

Bewertung
Platzangebot: [1.5]
Handhabung: [2.0]
Verarbeitung: [2.5]
Ausstattung: [2.0]

Preis: [---]

Hersteller: [http://www.spirecoolers.com]
Vertrieb: []

Award: []

Pro: [Guter Aufbau]
Pro: [120er Lüfter]
Pro: [Ausbaufähig]
Pro: []

Contra: [scharfe Kanten]
Contra: [kein durchgängiges Schienensystem]
Contra: [ungenaue Beschreibung]
Contra: []
}

 

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